Statistisches Bundesamt Importpreise steigen so stark wie seit 18 Jahren nicht mehr

Die deutschen Importpreise sind im Mai wegen der hohen Nahrungsmittel- und Energiepreise so stark gestiegen wie seit 18 Jahren nicht mehr.

Importpreise steigen so stark wie seit 18 Jahren nicht mehr

Gegenüber dem Vormonat erhöhten sie sich um 2,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Eine Vormonatsveränderung in ähnlicher Höhe war mit 2,5 Prozent zuletzt im September 1990 verzeichnet worden. Volkswirte hatten für Mai eine lediglich halb so starke Monatsteuerung von 1,2 Prozent prognostiziert.

Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Erzeugerpreise im Mai um 7,9 Prozent. Prognosen waren von einem Anstieg um 6,8 Prozent ausgegangen.

Energieträger besonders teuer

Besonders hoch war die Jahresteuerungsrate für die Einfuhr von Energieträgern, die sich um 46,5 Prozent verteuerten. So stiegen die Preise für Rohöl im Jahresvergleich um fast 57 Prozent, die Preise für Mineralölerzeugnisse erhöhten sich gleichzeitig um 48 Prozent. Im Vergleich zum April 2008 stiegen die Importpreise für Energieträger insgesamt um gut zehn Prozent.

Auch Eisenerze verteuerten sich um gut 39 Prozent im Vergleich zum Mai 2007, hieß es weiter. Die Preise für Roheisen und Stahl erhöhten sich gleichzeitig um fast zehn Prozent. Im Nahrungsmittelsektor waren zudem im Jahresvergleich Preissteigerungen von zum Teil über 30 Prozent zu verzeichnen. So stiegen die Einfuhrpreise für Getreide um gut 37 und die Preise für Zitrusfrüchte um rund 34 Prozent. Milch und Milcherzeugnisse sowie Rohkaffee verteuerten sich gleichzeitig um etwa elf Prozent.

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Mai um 2,3 Prozent höher als im Vorjahr. Gegenüber April erhöhte sich der Ausfuhrpreisindex um 0,4 Prozent.

ddp