Die Preise für Einfuhren nach Deutschland sind im Juli etwas stärker gefallen als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sank der entsprechende Index gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent. Ökonomen hatten ein Minus von 0,8 Prozent prognostiziert.
Importpreise fallen im Juli etwas stärker als erwartet
Im Jahresvergleich sanken die Importpreise um 12,6 Prozent und markierten damit den stärksten Rückgang seit Februar 1987. Im Vorfeld war ein Minus von 12,5 Prozent erwartet worden. Im Juni waren die Importpreise um 0,4 Prozent im Monatsvergleich gestiegen, binnen Jahresfrist hatte sich ein Minus von 11,3 Prozent ergeben.
Der Preisrückgang im Juli auf Jahressicht war den Angaben zufolge vor allem auf die gesunkenen Preise für importierte Energieträger (minus 42,9 Prozent) zurückzuführen. Die Preise für Rohöl und für Mineralölerzeugnisse sanken gegenüber dem Vorjahr um jeweils 45,9 Prozent. Auch im Vergleich zum Vormonat wurden im Juli für Rohöl und für Mineralölerzeugnisse jeweils 3,7 Prozent weniger bezahlt.
Bei den Rohstoffen waren laut der Behörde insbesondere Nicht-Eisen-Metallerze billiger als im Vorjahresmonat (minus 26,5 Prozent). Im Vergleich zu Juni stiegen die Preise jedoch um 2,5 Prozent. Im Nahrungsmittelsektor verbilligten sich die Einfuhren für Getreide auf Jahressicht um 29,0 Prozent und gegenüber dem Vormonat um 3,4 Prozent.
Der Index der Ausfuhrpreise lag im Juli um 3,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vormonat wurde ein Rückgang um 0,2 Prozent registriert.
ddp