Neuzulassungen auf Rekordhoch Immer mehr Diesel-Pkw auf den Straßen

Autos mit Diesel-Motoren erleben in Deutschland einen ungeahnten Boom. Mittlerweile fahren knapp 50 Prozent aller PKW mit Diesel. Doch Autoexperten monieren, dass wegen der staatlichen Dieselsubventionen alternative Antriebe keine reale Chance auf dem Markt haben.

Immer mehr Autofahrer steigen auf Diesel um. - © sunt - Fotolia

In den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden nach Angaben des CAR-Centers Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen bundesweit 48,1 Prozent aller Pkw oder 905.097 Wagen mit Dieselantrieb auf die Straße gebracht, wie die Tageszeitung "Die Welt" berichtet. Damit sei der Diesel-Anteil an den Kfz-Neuzulassungen hierzulande so hoch wie nie zuvor.

1995 betrug der Diesel-Anteil bei Pkw in Deutschland nur 14,6 Prozent. Bis zum Jahr 2007 war er kontinuierlich gewachsen. 2009 brach er dann infolge der Abwrackprämie ein, erholte sich wieder und ist nun auf Rekordniveau.

Dieselsubvention setzt falsche Anreize

Dieser Bomm verhindere aber, dass sich alternative Antriebsformen am Markt durchsetzen können, sagt Ferdinand Dudenhöffer, ist Professor an der Universität Duisburg-Essen. Dudenhöffer:  "Weil Deutschland den Diesel immer noch künstlich vergünstigt, stecken auch die Automobilkonzerne das meiste an Geld und Forschung in die Dieselfahrzeuge. Durch falsche Preise wird auch die Autoindustrie in eine falsche Richtung gelenkt."

Damit sich etwas ändert, müssten laut Dudenhöffer unter anderem kostenlose Parkplätze für Elektroautos oder Zonen geschaffen werden, die nur für Null-Emissions-Autos zugänglich sind. dapd/dhz

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