Es leben wieder mehr Menschen in Deutschland. Grund hierfür sind mehr Zuwanderer aus dem Ausland. Nach acht Jahren Rückgang wird die Bevölkerungszahl damit das zweite Jahr in Folge steigen und in diesem Jahr wahrscheinlich die 82 Millionen Marke knacken. Deutschland profitiert so von der Finanzkrise.
Die Einwohnerzahl Deutschlands hat nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2012 erneut zugenommen. Am Jahresanfang lebten 81,8 Millionen Personen und am Jahresende voraussichtlich etwa 82,0 Millionen Personen in Deutschland.
Nach acht Jahren Rückgang wird die Bevölkerungszahl damit das zweite Jahr in Folge steigen. Das liegt nicht an mehr Geburten, sondern allein an den Zuwanderern.
Mehr Menschen ziehen nach Deutschland
Nach wie vor sterben in Deutschland mehr Menschen als geboren werden. 2011 standen 852.000 Sterbefällen 663.000 Geburten gegenüber.
Das Statistische Bundesamt Wiesbaden schätzt, dass 2012 mindestens 340.000 Menschen mehr aus dem Ausland zugezogen sind als Deutschland verlassen haben. Einen solchen Wanderungsgewinn von mehr als 340.000 Menschen habe es nicht mehr seit 1995 gegeben.
Die meisten Zuwanderer kommen zwar nach wie vor aus Polen. Jedoch stieg die Zahl derer, die aus einem EU-Land stammen, das von der Finanzkrise betroffen ist.
Aus Griechenland kamen zum Beispiel 78 Prozent mehr Einwanderer als im ersten Halbjahr 2011 (plus 6.900 Personen), aus Spanien 53 Prozent (plus 3.900 Personen) sowie aus Portugal ebenfalls 53 Prozent (plus 2.000 Personen). rh
