Nissan Safety Driving Academy Im Transporter über den Nürburgring

Handwerker im Grand-Prix-Fieber: Auf der "Nissan Safety Driving Academy" holen die Fahrer alles aus den Nutzfahrzeugen heraus – Sicherheitstraining bringt neue Erkenntnisse.

Auf der Rennstrecke Nürburgring haben mehr als 70 Handwerker einen Tag lang ihre Runden gedreht. - © Wolfgang Groeger-Meier

Wenn Michael Krumm spricht, hören alle ganz genau zu. Denn der deutsche Rennfahrer, Nissan-Pilot und FIA-GT1-Weltmeister von 2011 verrät den anwesenden Handwerkern manche Geheimnisse über das Rennfahren. Und deswegen sind die Handwerker ja auch hier auf dem Nür burg-ring: Sie wollen einmal so richtig Gas geben, ohne auf den Straßenverkehr achten zu müssen.

Nissan hat – unter anderem über den Kooperationspartner Deutsche Handwerks Zeitung – über 70 Handwerker aus ganz Deutschland nach Nür burg in die Eifel eingeladen, damit sie die Nutzfahrzeuge des japanischen Autoherstellers in aller Ruhe testen können. Neben dem Spaß am schnellen Fahren geht es hier aber vor allem um Sicherheit. Willkommen bei der "Nissan Safety Driving Academy", die erstmals für Handwerker stattfindet.

Ein bisschen Theorie muss sein, bevor es auf die Piste geht: Krumm spricht vor den Handwerkern von Ideallinien, Bremspunkten, Scheitelpunkten – Tricks und Tipps vom Profi. Gewiss, sagt der Reutlinger Rennfahrer in seinem schwäbischen Dialekt, habe der Nür burgring seine ganz speziellen Passagen, in denen viel Geschick und Können gefragt sind. Nicht wenige meinen, der Nür burgring sei die wohl schnellste Rennstrecke Deutschlands.

Das Ziel: Sicher fahren

Unten im Fahrerlager warten dann die Nissan-Fahrzeuge, vom Transporter bis zum Pick-up ist alles dabei. Es kommt Grand-Prix-Fieber unter den Fahrern auf. Es geht gleich rasant los, die Reifen quietschen, die Bremsen riechen und die Kurven werden so genommen, wie es ihnen Weltmeister Krumm vorher eingetrichtert hat. Es wird viel gefachsimpelt – die anwesenden Handwerker sind wahre Autokenner, das wird sofort klar. "Wir verbringen viel Zeit im Auto, da brauchen wir halt was G’scheit’s", merkt Handwerksmeister Werner Fuhr aus dem bayerischen Neu burg an.

Hinter der Boxengasse haben die Nissan-Mitarbeiter Übungen für Nutzfahrzeuge vorbereitet. Das heißt für die Handwerker: Slalom mit Ladung, mal gesichert, mal ungesichert oder Bremsen mit ABS und ohne. Die Mitarbeiter zeigen den Handwerkern auch das, was man auf keinen Fall machen sollte. Da fliegt dann mancher schlecht verstaute Werkzeugkoffer auf der Ladefläche hin und her. Zur Verfügung stehen den Handwerkern die Nissan-Nutzfahrzeuge NV 200, NV 400, Primastar, Cabstar und der Pick-up Navara.

Der Autobauer will mit der Aktion zeigen, dass auch leichte Nutzfahrzeuge flott und wendig sein können. „Es ist nicht alles immer nur Arbeit, unsere Produkte sollen nebenbei auch Fahrspaß bereiten“, sagt der Franzose Olivier Ferry, Direktor für leichte Nutzfahrzeuge bei Nissan.

Er nennt das Beispiel Navara, Nissans Pick-up, der auch ein Lifestyle-Produkt sei. 230 PS, 7-Gang-Automatik, 3-Liter-V6-Dieselmotor. "Wir wollen eben keine langweiligen Autos bauen. Aber der Navara ist natürlich nicht zum Angeben, sondern in erster Linie zum Arbeiten", beteuert Ferry.

Neben dem Navara ist laut Ferry der Cabstar im Kommen. Er ist in Frontlenker-Design gebaut, die Kabine sitzt also direkt auf dem Motor – und auch der wird von den Handwerkern auf der Rennstrecke regelrecht geknüppelt.

Mit dem Z auf der Strecke

Und wenn die Gäste schon einmal auf einer richtigen Rennstrecke unterwegs sind, dann brauchen sie natürlich auch ein richtig sportliches Auto. Motorsport-Feeling kommt unter den Handwerkern auf, als die Mitarbeiter das Sportcoupé 370 Z bereitstellen. So nett das mit den Nutzfahrzeugen war – jetzt wird nur noch jenseits der 200 Sachen gefahren. bur