Ob ein Lastenrad in den Betriebsalltag passt, kann mit dem IKK-Handwerksrad sechs Wochen lang ausprobiert werden.

Die Verkehrswende hat den Rückwärtsgang eingelegt. So empfindet es jedenfalls Alexander Lutz von der Berliner Agentur "cargobike.jetzt", die dem Lastenrad im Verkehr mehr Schwung verleihen möchte. Doch das wird immer schwieriger, weil sich die Kommunen angesichts knapper Kassen mit Förderungen zurückhalten.
Karlsruhe setzt sein Förderprogramm für Lastenräder im Wirtschaftsverkehr für dieses und nächstes Jahr aus. Dabei gilt die Stadt als Vorreiter in Sachen Radlogistik, hatte 2022 zusammen mit "cargobike.jetzt" das Projekt "Flottes Gewerbe" entwickelt. Fünf Wochen lang konnten Handwerksbetriebe kostenlos Lastenräder in ihrem Betriebsalltag testen. Ein Angebot, das gerne angenommen wurde, nicht nur in Karlsruhe.
Vor allem zwei Aspekte machen den Einsatz von Lastenrädern für Handwerker attraktiv: als wirksames Mittel gegen die zeitraubende Parkplatzsuche in stark frequentierten Stadtzentren und als Mobilitätsangebot für Gesellen ohne Führerschein.
IKK-Handwerksrad verbindet Gesundheitsvorsorge mit Klimaschutz

Mit der Gesundheitsprävention rückt nun ein weiterer Vorteil des Radverkehrs in den Fokus. Seit Herbst vergangenen Jahres kooperiert "cargobike.jetzt" mit der IKK classic. Gemeinsam haben die Partner das IKK-Handwerksrad an den Start gebracht. Das Projekt verbindet Gesundheitsvorsorge mit Klimaschutz und bietet IKK-Mitgliedsbetrieben die Chance, Lastenräder im Betriebsalltag zu testen.
Nach einem Beratungsgespräch und der Auswahl passender Lastenräder, die "cargobike.jetzt" zur Verfügung stellt, folgen ein Aktionstag mit einem Fahrsicherheitstraining und eine sechswöchige Testphase.
Bisher haben neun Handwerksbetriebe an dem Projekt teilgenommen. Dabei wurden im Testzeitraum bis zu 434 km zurückgelegt bei einer Einsatzfrequenz von fünf Tagen pro Woche und einer durchschnittlichen Einsatzzeit von bis zu fünf Stunden täglich.
Wie die IKK classic mitteilt, haben drei Betriebe das Testrad gleich übernommen oder sich zum Kauf eines neuen Lastenrads entschieden. Ein weiterer Betrieb habe einen Anhänger für ein bestehendes E-Bike angeschafft.
Radfahren senkt das Risiko für Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes und reduziert gleichzeitig den CO2-Ausstoß. "Wir sind davon überzeugt, dass viele Handwerksbetriebe gesundheitsfördernde und klimaschonende Maßnahmen erfolgreich verbinden können", sagt Joshua Pfeiffer, Fachberater für betriebliche Gesundheitsförderung der IKK classic.
Kontakt für interessierte Betriebe: bgm@ikk-classic.de