Die IG Metall will die prächtige Lage der Flugzeugbauindustrie nutzen, um für die 16.000 deutschen Airbus-Beschäftigten eine Jobgarantie bis zum Jahr 2020 durchzusetzen. Außerdem sollen nach dem Willen der Gewerkschaft Leiharbeiter nach spätestens zwei Jahren übernommen werden und weniger Aufträge außer Haus vergeben werden.
IG Metall will Airbus neun Jahre Kündigungsschutz aufzwingen
Hamburg (dapd). Die IG Metall will die prächtige Lage der Flugzeugbauindustrie nutzen, um für die 16.000 deutschen Airbus-Beschäftigten eine Jobgarantie bis zum Jahr 2020 durchzusetzen. Außerdem sollen nach dem Willen der Gewerkschaft Leiharbeiter nach spätestens zwei Jahren übernommen werden und weniger Aufträge außer Haus vergeben werden. Die IG Metall fordert dazu einen sogenannten Zukunftstarifvertrag und kündigte am Montag in Hamburg Demonstrationen für Mittwoch an.
Airbus hat laut IG Metall bisher in Verhandlungen eine Beschäftigungssicherung bis 2012 angeboten. "Angesichts der aktuellen Auftragslage und der beinahe täglichen Erfolgsmeldungen ist das eine Provokation gegenüber Beschäftigten und Arbeitnehmervertretern", sagte Verhandlungsführer Daniel Friedrich.
Ein Airbus-Sprecher sagte, das Unternehmen sei zu Kompromissen bereit, wenn auch die Arbeitnehmerseite sich bewege.
Bei Airbus laufen im Kerngeschäft Zivilflugzeuge die Geschäfte zurzeit rund: Die Fertigung der A320-Familie in Hamburg und Toulouse will EADS von heute 36 bis nächstes Frühjahr auf 40 pro Monat erhöhen. Allerdings ist die Luftfahrt ein wechselhaftes Geschäft, in den letzten 10 Jahren musste Airbus zwei große Sanierungsrunden durchmachen, weil der Absatz weggebrochen war. Tausende Jobs fielen weg.
dapd
