Der Ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im zweiten Quartal 2010 erneut leicht gestiegen. Allerdings liegt er weiter unter seinem langfristigen Durchschnitt.
Ifo-Wirtschaftsklima für Euroraum steigt im zweiten Quartal
Wie das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung mitteilte, verbesserten sich Bewertungen der aktuellen wirtschaftlichen Situation deutlich gegenüber dem Vorquartal. Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate schwächten sich hingegen erneut ab, blieben aber insgesamt positiv.
Laut den Experten deuten die Ergebnisse darauf hin, dass sich die konjunkturelle Erholung in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen wird, allerdings verlangsamt.
Der Klimaindikator stieg den Angaben zufolge von 102,3 auf 106,5 Punkte. Der Indikator für die Einschätzung der aktuellen Lage erhöhte sich von 78,3 auf 109,1 Zähler, während der Erwartungsindikator von 116,4 auf 104,9 Punkte zurückging.
Die aktuelle Wirtschaftslage wird in der Mehrzahl der Länder des Euroraums immer noch als ungünstig beurteilt. Nur in Deutschland, Österreich und der Slowakei fallen die Urteile zur aktuellen Wirtschaftslage nun positiv aus.
Besonders schlecht wird sie dagegen in Griechenland, Irland, Spanien und Portugal beurteilt. In Spanien und Griechenland rechnen die befragten Experten sogar mit einer weiteren Verschlechterung in der zweiten Jahreshälfte.
In allen anderen Ländern des Euroraums fallen die Erwartungen für die kommenden sechs Monate dagegen positiv aus, sind allerdings nicht mehr ganz so optimistisch wie in der ersten Jahreshälfte.
ddp