Alle Zeichen im Sanitär-, Heizungs- und Klima-Handwerk deuten derzeit auf Wachstum. Doch wer bei der Technik nicht auf dem laufenden bleibt, hinkt der Konkurrenz hinterher. Für Hans-Balthas Klein, Hauptgeschäftsführer des SHK-Fachverbandes Baden-Württemberg, ist ein Besuch der IFH/Intherm deshalb ganz wichtig.

Rund 700 Aussteller werden vom 8. bis 11. April im Messezentrum Nürnberg neue Produkte und neue Technik präsentieren. Mit dem Angebot im Bereich Erneuerbare Energien besitze die IFH/Intherm sogar ein Alleinstellungsmerkmal. Hier liegt ein Schwerpunkt in der Energieeffizienz – ein Thema, das im Vergleich zur Stromerzeugung immer noch zu kurz kommt. "Die Masse der Ensparung ist im Gebäudebereich am größten", sagt Klein.
Selbst das Ersetzen der Heizanlage bringe bei einer einfachen Lösung schon 25 bis 30 Prozent Einsparung. Gerade hier bedürfe es einer umfassenden fachübergreifenden Beratung der Kunden durch den SHK-Handwerker. Der SHK-Betrieb als Problemlöser. Hans-Balthas Klein sieht hier einen Wachstumsmarkt, auf dem die Betriebe ihre Kompetenz ausspielen könnten.
Sonderschau zu Kleinstbädern
Ähnlich vielversprechend ist der Markt für altersgerechte Badsanierung. Da immer mehr Menschen in den eigenen vier Wänden alt werden möchten und die Bunderegierung den altersgerechten Wohnungsumbau fördern wolle, erhofft sich Joachim Butz, Vorsitzende des SHK-Fachverbandes Baden-Württemberg, einen großen Schub für die Branche. Viele Aussteller hätten Lösungen für barrierefreie Bäder im Programm. Eine Sonderschau bietet Lösungen für Kleinstbäder und Gäste-WCs, denn das Potenzial für die Ausstattung kleiner Bäder sei hoch. Gerade viele Bestandswohnungen hätten Bäder in der Größe von zwei bis fünf Quadratmetern.
Erstmalig gibt es einen Architektentag und einen Tag der Immobilienwirtschaft. Dort stehen Themen wie Baustellenmanagement sowie die Zusammenarbeit von Handwerkern und Architekten auf dem Programm. Als gute Beispiele aus der Praxis werden Vorzeige-Projekte, gelungene Sanierungen und kreative Lösungen gezeigt.
Aussteller haben an Neugestaltung mitgewirkt
Durch die Neueröffnung der Halle 3A im Februar ergeben sich für die IFH/Intherm neue Möglichkeiten der Hallennutzung. "Wir haben die Gelegenheit genutzt und die Branchen neue strukturiert", sagt Hans-Balthas Klein. Die Aussteller hätten aktiv an der Neugestaltung mitgewirkt. Das Ergebnis: Die Hallen 3A und 4A präsentieren Erneuerbare Energien und Heizungstechnik mit Brennertechnik, Heizkessel, Solarthermie, Photovoltaik und Speicher. In Halle 3 gibt es Werkstatteinrichtung, Werkzeuge, Fahrzeuge und Klempnertechnik zu sehen. Heizungstechnik mit den Schwerpunkten Wärmepumpe, Heizkessel, Biomasse, Kamin- und Kachelöfen sowie Schornsteintechnik zeigt Halle 4. Halle 6 präsentiert Flächenheizsysteme, Armaturen, Heizkörper sowie Mess-, Prüf-, Steuer- und Regeltechnik. Das Zentrum für Sanitärtechnik mit den Bereichen Keramik, Duschabtrennungen, Badmöbel, Sanitär-Armaturen, Vorwandinstallationen, Schwimmbadtechnik, Trinkwasserbehandlung und Regenwassernutzung bilden die Hallen 7 und 7A. fm
IFH/Intherm: Di. 8. bis Fr. 11. April 2014 im Messezentrum Nürnberg, Öffnungszeiten: 9 bis 18 Uhr, ifh-intherm.de