Aufruf zur Typisierung "Ich liebe das Leben und habe nicht vor, jetzt schon abzutreten"

Tom Drust ist Schornsteinfeger aus Leidenschaft. Mit seiner Frau Anja leitet er einen Meisterbetrieb. Er liebt seine Arbeit, seine Familie, das Leben. Eigentlich könnte alles gut sein. Doch plötzlich nimmt sein Leben eine andere Richtung.

Tom Drust kämpft, aber alleine kann es der Familienvater nicht schaffen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann nur eine passende Stammzellspende sein ­Leben retten. - © DKMS

Tom und Anja Drust sind Schornsteinfeger aus Leidenschaft. Gemeinsam führen sie einen kleinen Meisterbetrieb, der neben Schornsteinkehrungen auch Kamine einbaut. Die beiden arbeiten Hand in Hand, sind ein unschlagbares Team.

Noch wichtiger als die Arbeit sind ihnen ihre beiden Kinder Konstantin (15) und Marlene (13). Sie stehen an erster Stelle. Gerade weil die Eltern so viel berufstätig sind, schätzen sie die wertvolle Zeit, die sie als Familie gemeinsam verbringen, ganz besonders. Ein glückliches und erfülltes Leben. Eigentlich könnte es schöner nicht sein. Doch plötzlich kommt alles anders.

Blaue Flecken und keine Schmerzen

Mitte Juni entdeckt Tom Drust blaue Flecke an seinem Körper. Weil er da gerade viele Baustellen betreut und sich als Schornsteinfeger immer wieder stößt, macht er sich keine Sorgen. Er hat ja auch keine Schmerzen. Ende Juni verbringen er, Anja und die Kinder mit Freunden ein Wochenende im Thüringer Wald. Am Lagerfeuer erzählt Tom seinem besten Freund, einem Internisten, beiläufig von den blauen Flecken. Dieser wird hellhörig und bittet Tom, am nächsten Tag zu ihm in die Praxis zu kommen.

Drei Wochen Ungewissheit

Sein Blutbild ist so katastrophal, dass man zunächst von einem Fehler ausgeht. Doch die schlechten Werte bestätigen sich. Mit Verdacht auf Leukämie kommt er zunächst ins Erfurter Klinikum. Doch dieser Befund bestätigt sich nicht. Der Schornsteinfeger wird wieder nach Hause entlassen, aber seine Werte werden zunehmend schlechter. Jetzt kommt er in die Uniklinik Jena, wo unzählige Untersuchungen durchgeführt werden. Drei Wochen voller Ungewissheit – dann die Diagnose: Tom hat eine schwere Aplastische Anämie. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann nur eine Stammzelltransplantation sein Leben retten. Leider hat er keine Geschwister, die als Spender in Frage kämen.

Aplastische Anämie

Die aplastische Anämie ist eine Erkrankung, bei der es durch unterschiedliche Auslöser zu einem Schwund der blutbildenden Stammzellen im Knochenmark kommt, was zu einer Blutarmut mit Verringerung der Anzahl aller Zellen des Blutes führt.

Realist und Optimist

Tom Drust kämpft, aber alleine kann er es nicht schaffen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kann nur eine passende Stammzellspende sein Leben retten. "Ich liebe das Leben und habe nicht vor, jetzt schon abzutreten. Um mir und anderen Patienten eine zweite Chance auf Leben zu schenken, bitte ich deshalb alle: Lasst euch registrieren. Allen, die sich an dieser Aktion beteiligen, danken wir von ganzem Herzen."

Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann Tom und anderen Menschen  helfen und sich mit wenigen Klicks über www.dkms.de/schornsteinfeger-tom-drust die Registrierungsunterlagen nach Hause bestellen und so vielleicht zur Lebensretterin oder zum Lebensretter werden.

Schirmherr der Aktion ist der Präsident der Handwerkskammer Erfurt, Stefan Lobenstein: "Tom Drust engagierte sich viele Jahre ehrenamtlich für andere in der Vollversammlung und Anja Drust war Mitglied in unserem Vorstand. Ich wünsche der Familie, dass sich ein passender Spender findet, der Tom Drust eine zweite Chance auf Leben schenkt."