20 Jahre Hochgeschwindigkeitsverkehr in Deutschland - ICE-Verbindung Frankfurt-Marseille noch 2011 ICE soll sich in ganz Europa etablieren

Bahnchef Rüdiger Grube hat eine weitere Ausweitung des ICE-Netzes in die europäischen Nachbarländer angekündigt. "So wie Deutschland mit dem ICE in den letzten 20 Jahren zusammengerückt ist, wird dies im europäischen Maßstab in den nächsten 20 Jahren der Fall sein", sagte er im Interview der Nachrichtenagentur dapd zu 20 Jahre Hochgeschwindigkeits-Schienenverkehr.

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ICE soll sich in ganz Europa etablieren

Berlin (dapd). Bahnchef Rüdiger Grube hat eine weitere Ausweitung des ICE-Netzes in die europäischen Nachbarländer angekündigt. "So wie Deutschland mit dem ICE in den letzten 20 Jahren zusammengerückt ist, wird dies im europäischen Maßstab in den nächsten 20 Jahren der Fall sein", sagte er im Interview der Nachrichtenagentur dapd zu 20 Jahre Hochgeschwindigkeits-Schienenverkehr. Die Bahn kündigte für den Fahrplanwechsel Mitte Dezember dieses Jahres eine Direktverbindung Frankfurt/Main-Marseille an.

Der 29. Mai 1991 gilt als Geburtsstunde des ICE-Verkehrs. An diesem Tag wurden vier ICE-Züge nach einer Sternfahrt im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe von Bundespräsident Richard von Weizsäcker feierlich begrüßt. Am folgenden Sonntag, dem 2. Juni, nahm die damalige Bundesbahn mit zunächst 14 Zügen den planmäßigen Schnellverkehr mit Geschwindigkeiten von 250 Kilometer pro Stunde auf den ebenfalls neu gebauten Trassen Hannover-Würzburg (327 Kilometer) und Mannheim-Stuttgart (etwa 100 Kilometer) auf.

Mittlerweile ist das Schnellfahrnetz rund 1.200 Kilometer lang und die fahrplanmäßige Höchstgeschwindigkeit liegt bei 300 Kilometer pro Stunde. Die inzwischen 258 ICE-Züge verschiedener Typen fahren von Wien bis Kopenhagen und von Paris bis Berlin. Die Verbindung von Frankfurt über Lyon nach Marseille soll zunächst mit einem französischen TGV bedient werden. Für Dezember 2013 ist eine Direktverbindung von Frankfurt nach London geplant.

dapd