Noch bis zum 2. Oktober hat die IAA Nutzfahrzeuge in Hannover geöffnet. Die Leitmesse für Mobilität, Transport und Logistik gewährt einen Einblick in die Trends der Branche und zeigt, welche neuen Fahrzeuge es demnächst zu kaufen gibt.
Mit 2.066 Ausstellern aus 45 Ländern ist in Hannover alles vertreten, was in der Nutzfahrzeugindustrie Rang und Namen hat. 322 Weltpremieren zeugen von der ungebrochenen Innovationskraft der Branche, sagt Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie (VDA).
Die Zahl der Aussteller ist laut VDA um 9 Prozent gestiegen und liegt nur knapp unter dem Rekordniveau des Jahres 2008. Dies ist die zweitstärkste Beteiligung, seit es eine eigenständige IAA Nutzfahrzeuge gibt, also seit 22 Jahren. Auch mit der erneut größeren Ausstellungsfläche (knapp 265.000 Quadratmeter) werde nahezu ein Höchststand erreicht. Der Anteil der internationalen Aussteller (1.216) ist mit 59 Prozent so hoch wie nie zuvor.
Beliebtes Fotomotiv bei den Messebesuchern: Der Mercedes-Benz Actros, mit dem die Fußball-Weltmeister nach ihrer Rückkehr aus Brasilien durch Berlin fuhren.
Ohne Schadstoff-Emissionen fährt der Fuso Canter E-Cell. Die Firma Daimler, die die Lkw-Sparte von Mitsubishi übernommen hat, zeigte das Konzept auf der IAA.
Viele Hersteller sind stolz auf ihre Tradition und zeigen neben ihren Neuheiten auch Oldtimer. Citroen war mit einem Typ H von 1981 vertreten. In diesem Jahr wurden die letzten dieser legendären Transporter gebaut.
Einer der beliebtesten Nutzfahrzeug-Oldtimer ist nach wie vor der VW Bulli, ausgestellt war diese T1 Doka.
Der Güterverkehr werde weiter zunehmen – national wie international, betonte Wissmann. Um das wachsende Aufkommen bewältigen zu können, würden alle Verkehrsträger benötigt. Aber insbesondere auf kurzen und mittellangen Strecken sei das Nutzfahrzeug unschlagbar. 78 Prozent des Aufkommens im Straßengüterverkehr würden in Entfernungen unter 150 Kilometern transportiert.