Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hat seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland für dieses und nächstes Jahr deutlich nach unten revidiert.
HWWI senkt Konjunkturprognose deutlich ab
Grund sei vor allem die schlechter als erwartete Entwicklung zu Jahresbeginn, teilten die Forscher mit. Die deutsche Wirtschaft befinde sich damit in der schwersten Krise seit Bestehen der Bundesrepublik. Aufgrund der ausgeprägten Exportorientierung sei Deutschland besonders hart von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen.
Statt eines Rückgangs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,8 Prozent für 2009, wie noch Mitte März vorausgesagt, werde nun mit einem Minus von 5,8 Prozent gerechnet, hieß es. Für 2010 werde eine Stagnation erwartet. Bislang waren die Forscher von einem Plus von 1,0 Prozent ausgegangen. Obwohl eine Reihe von Frühindikatoren eine Bodenbildung signalisiere, bleibe die Unsicherheit über die weitere Entwicklung groß. Die Arbeitslosigkeit werde dabei deutlich zunehmen.
Das HWWI folgt mit seiner Prognoseabsenkung zahlreichen anderen Instituten und Institutionen. Die Bundesregierung erwartet für dieses Jahr einen BIP-Rückgang von 6,0 Prozent und im kommenden Jahr ein leichtes Plus von 0,5 Prozent. Im vergangenen Jahr war die Wirtschaftsleistung noch um 1,3 Prozent gewachsen, 2007 sogar um 2,5 Prozent.
ddp