Konjunktur HWWI erhöht deutsche BIP-Prognosen für 2009 und 2010

Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) hat seine Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland für das laufende und das kommende Jahr angehoben.

HWWI erhöht deutsche BIP-Prognosen für 2009 und 2010

Wie das Institut mitteilte, rechnet es nun für 2009 mit einem Rückgang des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 5,0 Prozent nach einem bislang vorausgesagten Minus von 5,8 Prozent. Für das kommende Jahr erwartet das Institut einen BIP-Anstieg um 0,8 Prozent, nachdem es bisher eine Stagnation prognostiziert hatte.

Nach Einschätzung des HWWI hat die deutsche Wirtschaft im Frühjahr die Talsohle durchschritten. "Obwohl die Wende geschafft zu sein scheint und für das dritte Quartal eine deutliche Zunahme des realen BIP erwartet wird, bedeutet das noch keine Rückkehr auf einen nachhaltigen Wachstumspfad", warnen die HWWI-Experten allerdings. Auch im kommenden Jahr dürfte der seit Beginn der Krise verzeichnete Produktionseinbruch noch nicht aufgeholt werden.

Die größten Probleme für Deutschland liegen nach Einschätzung der Konjunkturforscher auf dem Arbeitsmarkt. Sie erwarten, dass die Zahl der Arbeitslosen in nächster Zeit stärker als bisher zunehmen und im kommenden Jahr die Marke von vier Millionen überschreiten wird. Die Preisentwicklung dürfte laut HWWI vom großen Wettbewerbsdruck gedämpft bleiben. Die Inflationsrate werde sich vorläufig weiter um die Nulllinie bewegen. 2009 dürften die Verbraucherpreise demnach um 0,2 Prozent und 2010 um 0,7 Prozent steigen.

ddp