Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat den Kurs der Bundesregierung begrüßt, auch private Gläubiger an der Rettung Griechenlands zu beteiligen.
Hundt: Private Gläubiger an Griechenland-Hilfen beteiligen
Hamburg (dapd). Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat den Kurs der Bundesregierung begrüßt, auch private Gläubiger an der Rettung Griechenlands zu beteiligen. "Es entspricht unserer Verantwortung für Europa, Hilfe für Griechenland unter nachvollziehbaren Bedingungen und Voraussetzungen zu mobilisieren, dabei allerdings auch die privaten Gläubiger zu beteiligen", sagte Hundt dem "Hamburger Abendblatt" (Dienstagausgabe). Griechenland müsse sein Defizit abbauen, umfassende Privatisierungen vornehmen und seine Wettbewerbsfähigkeit massiv verbessern.
Hundt erklärte weiter, Griechenland könne sich trotz Fortschritten noch lange nicht selbst am Finanzmarkt refinanzieren. "Ohne ein zweites Hilfspaket droht eine ungeordnete Staatsinsolvenz. Ein Zahlungsausfall Griechenlands hätte für das europäische Finanzsystem schwerwiegende Folgen."
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte eine Laufzeitverlängerung griechischer Anleihen um sieben Jahre ins Spiel gebracht. Für diese Gläubigerbeteiligung könnten laut Finanzministerium "Anreize" gesetzt werden. Denkbar wäre, dass Inhaber griechischer Staatsanleihen Einnahmen aus auslaufenden Papieren wieder in neue Anleihen investieren und ihnen im Gegenzug ein Vorrang bei der Rückzahlung neuer Papiere eingeräumt würde.
dapd
