In der Debatte um eine Kraftwerks-Kaltreserve, die vor Stromausfällen schützen soll, fordern die Grünen den Einsatz stillstehender Biosprit-Anlagen. Wie die "Frankfurter Rundschau" (Samstagausgabe) berichtet, teilte das Bundesumweltministerium der Grünen-Fraktion auf deren Anfrage mit, dass derzeit bundesweit Hunderte Blockheizkraftwerke stillstehen.
Hunderte Bio-Kraftwerke laut Bundesregierung ungenutzt
Frankfurt/Main (dapd). In der Debatte um eine Kraftwerks-Kaltreserve, die vor Stromausfällen schützen soll, fordern die Grünen den Einsatz stillstehender Biosprit-Anlagen. Wie die "Frankfurter Rundschau" (Samstagausgabe) berichtet, teilte das Bundesumweltministerium der Grünen-Fraktion auf deren Anfrage mit, dass derzeit bundesweit Hunderte Blockheizkraftwerke stillstehen. Insgesamt könnten sie bis zu 300 Megawatt Strom erzeugen, zitiert die Zeitung aus dem Schreiben. Das würde einem knappen Drittel der Kapazität eines Atomkraftwerks entsprechen.
Derzeit seien 2.111 Anlagen zur Stromerzeugung aus Biosprit mit einer Gesamtleistung von 614 MW registriert, erklärt das Ministerium. Davon seien rund "ein Drittel der Anlagen und etwa gut die Hälfte der installierten Leistung nicht in Betrieb". Grund dafür ist laut den Grünen, dass Pflanzenöl derzeit zu teuer sei und sich der Bio-Betrieb nicht rentiere. Die Grünen fordern daher eine Gesetzesänderung, die es bei Engpässen am Strommarkt erlaubt, Biomasse-Anlagen zeitweise wie reguläre Blockheizkraftwerke mit Diesel oder Erdgas zu betreiben.
dapd
