Mehr Haus fürs Geld Hubertz verbessert Bau-Förderprogramme für junge Familien

Bundesbauministerin Verena Hubertz kündigt bessere Konditionen für die Förderprogramme "Jung kauft Alt" und "Wohneigentum für Familien" an. Ziel ist es, mehr jungen Familien den Traum vom Eigenheim zu ermöglichen.

Der Traum vom eigenen Haus rückt für viele junge Familien dank neuer Förderkonditionen näher. - © Inti St. Clair - stock.adobe.com

Bundesbauministerin Verena Hubertz legt bei den Bau-Förderprogrammen für junge Familien nach. Damit mehr Familien ihren "Traum vom Eigenheim" verwirklichen können, verbessert das Ministerium die Konditionen der Förderprogramme "deutlich", sagte die SPD-Politikerin mit Blick auf die Programme "Jung kauft Alt" und "Wohneigentum für Familien" (WEF). In beiden Programmen sollen die Zinskonditionen verbessert und bei "Jung kauft Alt" außerdem die Sanierungsanforderungen gesenkt werden. Die verbesserten Konditionen können ab dem 23. Oktober 2025 über die Hausbank bei der KfW-Förderbank beantragt werden.

Bei "Jung kauft Alt" künftig EH 85 statt EH 70 gefordert

Wie Hubertz weiter mitteilte, hätten viele junge Familien beim Programm "Jung kauft Alt" zurückgemeldet, dass sie sich eine so umfassende Sanierung zunächst nicht zugetraut hätten. "Um die Hemmschwelle abzusenken, muss nun innerhalb von 4,5 Jahren nach Erwerb des Eigentums nur noch auf das energetische Mindestniveau eines Effizienzhauses 85 EE saniert werden", sagte Hubertz. Bisher war das Mindestniveau EH 70 gefordert. Auch die Zinskonditionen werden nochmals verbessert.

Außerdem verbesserte Zinskonditionen

Ab dem 23. Oktober 2025 gilt ein Endkundenzinssatz von 1,12 Prozent (vorher: 1,71 Prozent) bei einer Kreditlaufzeit von 35 Jahren und einer zehnjährigen Zinsbindung, wie das Ministerium mitteilte. Damit liegt der Zinssatz für "Jung kauft Alt" rund 2,5 Prozentpunkte (vorher: 2) unter dem aktuellen Zinssatz für vergleichbare Hausbankdarlehen. Für eine Familie mit zwei Kindern und einem Kreditbetrag von maximal 125.000 Euro beträgt die Ersparnis gegenüber einem normalen Kredit rund 22.500 Euro (vorher: 18.000 Euro).

"Wohneigentum für Familien" ebenfalls verbessert

Beim Förderprogramm "Wohneigentum für Familien" werden die Konditionen ebenfalls entsprechend verbessert. Nach Angaben des Ministeriums gilt ab dem 23. Oktober 2025 bei einer Kreditlaufzeit von 35 Jahren und einer zehnjährigen Zinsbindung ein Endkundenzinssatz von 1,12 Prozent (vorher: 1,71 Prozent). Unterstützt werden dabei Familien mit kleinem und mittlerem Einkommen beim Neubau oder dem Ersterwerb neu errichteter, klimafreundlicher und energieeffizienter Wohngebäude. Die maximale Kreditsumme liegt bei 170.000 Euro, bei Gebäuden mit QNG-Siegel bei insgesamt 220.000 Euro.

ZDB begrüßt Verbesserungen bei KfW-Förderprogrammen

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) begrüßt die vom Bundesbauministerium angekündigten besseren Förderkonditionen.
Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa sprach von einem "richtigen Schritt", nachdem bereits die Programme zum klimafreundlichen Neubau angepasst worden seien. Die Zinsverbesserung sende ein wichtiges Signal an junge Familien und private Bauherren. Entscheidend sei jedoch, dass die Konditionen dauerhaft gelten, um Planungssicherheit zu schaffen.

Positiv bewertet der ZDB auch die Absenkung des Zielniveaus auf Effizienzhaus 85 EE, die Sanierungen praktikabler mache. Eine neue Ausnahmeregelung bei baulichen Einschränkungen senke zudem das Investitionsrisiko. Beim Programm "Wohneigentum für Familien" könne die Zinssenkung mehr Familien den Weg ins Eigenheim öffnen – das Einkommenslimit von 90.000 Euro plus 10.000 Euro je Kind bleibe jedoch eine Hürde.

Weitere Informationen zu WEF unter:
www.kfw.de/300 und www.kfw.de/308