Zum dritten Mal in Folge schwarze Zahlen - Lerbinger geht wieder auf Wachstumskurs HSH Nordbank verdiente im ersten Quartal 126 Millionen Euro

Die HSH Nordbank hat ihre Krise offenbar abgeschüttelt und im dritten Quartal in Folge Gewinn gemeldet. Von Januar bis März erzielte die Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein einen Konzernüberschuss von 126 Millionen Euro nach einem Verlust im Vorjahresquartal von 276 Millionen Euro.

Foto: dapd

HSH Nordbank verdiente im ersten Quartal 126 Millionen Euro

Hamburg (dapd). Die HSH Nordbank hat ihre Krise offenbar abgeschüttelt und im dritten Quartal in Folge Gewinn gemeldet. Von Januar bis März erzielte die Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein einen Konzernüberschuss von 126 Millionen Euro nach einem Verlust im Vorjahresquartal von 276 Millionen Euro. Wie die HSH Nordbank am Freitag mitteilte, fielen in dem Quartal noch Aufwendungen für staatliche Garantien von 112 Millionen Euro an. Wegen des Verfalls des US-Dollars sank die Bilanzsumme im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 139 Milliarden Euro

Die Landesbank führt die verbesserten Zahlen darauf zurück, dass weniger Geld für Risikovorsorge zurückgestellt werden musste. "Für das Gesamtjahr gehen wir unverändert davon aus, ein positives Konzernergebnis über dem Niveau von 2010 zu erzielen", sagte der Vorstandsvorsitzende Paul Lerbinger.

Der Manager kündigte an, die HSH Nordbank wolle nach drei Jahren der Konsolidierung langsam wieder auf Wachstum schalten. Er plane eine "stärkere Geschäftsausweitung in der Kernbank", sagte Lerbinger. Er kündigte die weitere Rückgabe der öffentlichen Garantien an. Mitte Mai 2011 hatte die Bank eine weitere vom Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) garantierte Emission planmäßig zurückgezahlt. Bis Juli 2012 werde die Bank die restlichen SoFFin-Garantien von 6 Milliarden Euro zurückführen.

Die HSH Nordbank war 2008 durch Fehlspekulationen in Schieflage geraten und musste mit staatlichen Finanzspritzen in Milliardenhöhe gerettet werden.

dapd