Betrieb soll erhalten bleiben Holzkunsthersteller und -händler Stracoland pleite

Die Stracoland AG, einer der größten Holzkunsthersteller und -händler Sachsens, ist pleite. Wie die in Dresden erscheinende "Sächsische Zeitung" (Mittwochausgabe) berichtet, wurde für das Unternehmen mit Sitz in Colmnitz bei Freiberg bereits am Freitag Insolvenz beantragt.

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Holzkunsthersteller und -händler Stracoland pleite

Dresden (dapd-lsc). Die Stracoland AG, einer der größten Holzkunsthersteller und -händler Sachsens, ist pleite. Wie die in Dresden erscheinende "Sächsische Zeitung" (Mittwochausgabe) berichtet, wurde für das Unternehmen mit Sitz in Colmnitz bei Freiberg bereits am Freitag Insolvenz beantragt. Innerhalb von fünf Jahren hatte das Unternehmen mit Nussknackern, Räuchermännchen, Pyramiden, Schwibbögen und Blumenmädchen seinen Umsatz verachtfacht auf mehr als sechs Millionen Euro im Jahr 2006. 2010 waren nur noch 4,2 Millionen geplant.

Die vorläufige Insolvenzverwalterin Bettina Schmudde ist laut dem Blatt "zuversichtlich, dass der Betrieb erhalten bleibt". Ein Investor sei in Sicht. Von den 90 Mitarbeitern werde niemand beurlaubt. Die Expertin nennt ein Umsatzminus von 60 Prozent im Weihnachtsgeschäft als eine Ursache der Pleite. Wegen des Schnees seien beim Erlebnisverkauf in Colmnitz viele Busse mit Kunden ausgeblieben. Das Unternehmen hat seine Wurzeln in einer 1983 entstandenen Garagenfirma.

Für Dieter Uhlmann, Chef des Verbands erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller, kommt die Pleite "nicht überraschend". In der Branche sei schon länger bekannt, dass Stracoland Probleme habe und in Zahlungsverzug sei. Die Pleite sei "kein Spiegelbild der Branche". Im Verband mit 200 direkten und indirekten Mitgliedern gebe es viele Hersteller, denen es gut geht.

dapd