Wer heutzutage sein Geld sparen will, muss auf lange Laufzeiten oder ein Anlagemix setzen. Ansonsten werden die Zinserträge von der Inflation aufgefressen.
Die Sparzinsen waren selten so niedrig wie heute. Nach der Leitzinssenkung der Zentralbank auf 0,75 Prozent haben die Geschäftsbanken ihre Zinsen noch einmal gesenkt. Wer heute 10.000 Euro als Festgeld bei der Deutschen Bank anlegt, bekommt laut "Stiftung Warentest" gerade einmal ein Prozent Zinsen, das sind 100 Euro im Jahr. Angesichts einer Inflationsrate von zwei Prozent können sich die Sparer nach Ablauf eines Jahres dadurch weniger von ihrem Geld kaufen als heute.
Anschlusszins muss höher ausfallen
Wer sich sicher ist, dass er sein Geld länger nicht braucht, solle es für eine längere Zeit fest anlegen. Laut der Zeitschrift "Finanztest" sind noch Zinsen bis zu 3,6 Prozent drin bei einer vierjährigen Laufzeit. Wählt ein Kunde aus Hoffnung auf steigende Zinsen eine kürzere Laufzeit, müsse er nach zwei Jahren deutlich über vier Prozent als Anschlusszins erzielen, rechnet "Finanztest". Nur dann könne er auf dieselbe Rendite kommen.
Eine Alternative zu Anlagen mit längeren Laufzeiten stelle für Sparer der Anlagenmix dar. Hier können Sparer das Geld auf unterschiedliche Laufzeiten verteilen und jedes Jahr werde Geld fällig. dhz