Der Euro legt einen neuen Höhenflug hin: Die europäische Gemeinschaftswährung kletterte über 1,50 Dollar und scheint sich dort zu halten. Der Ölpreis überschritt die Marke von 100 Dollar.
Höchststände bei Euro und Ölpreis
Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwochmittag nach dem uneinheitlichen Start komplett ins Minus gedreht. Der Leitindex DAX fiel bis 13 Uhr um 0,5 Prozent auf 6.953 Punkte. Der MDAX büßte 1,2 Prozent auf 9.379 Zähler ein. Der TecDAX ging um 0,6 Prozent auf 819 Punkte zurück. Mit Blick auf diesen Rückschlag sprachen Händler zunächst von dem "Respekt vor der 7.000-Punkte-Marke". Zudem drücke der schwache Dollar und der hohe Ölpreis die Kurse.
Euro bleibt über 1,50 Dollar
Der Euro hielt sich am Mittag über der Marke von 1,50 Dollar und notierte bei 1,5044 Euro. Die Europäische Zentralbank hatte am Dienstag einen Referenzkurs von 1,4874 Dollar festgestellt. Am Abend war der Kurs erstmals über die Marke von 1,50 Dollar gestiegen und hatte bei 1,5048 Dollar einene neuen Höchststand erreicht.
Händlern zufolge profitierte der Euro immer noch doppelt von den guten europäischen und den schwachen US-Konjunkturdaten. Vor allem der überraschend gut ausgefallene Ifo-Index habe für die Beschleunigung nach oben gesorgt. Umgekehrt hätten wieder einmal die US-Konjunkturdaten eine Schwächung des Dollar bewirkt.
Im DAX standen in einem nachrichten- und umsatzarmen Umfeld vor allem Deutsche Börse unter Druck. Die Papiere gingen um 2,2 Prozent auf 112,37 Euro zurück. ThyssenKrupp büßten 1,8 Prozent auf 38,51 Euro ein. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen nach den deutlichen Gewinnen der vergangenen Tage. BMW fielen um 1,7 Prozent auf 36,79 Euro. Die Autowerte litten laut Händlern besonders stark unter der Dollar-Schwäche als auch unter dem Ölpreisanstieg. Henkel waren nach Verkündung der Jahreszahlen und eines neuen Effizienzprogramms mit einem möglichen Abbau von 3.000 Arbeitsplätzen deutlich gesucht. Die Papiere verteuerten sich um 3,7 Prozent auf 31,69 Euro. Hypo Real Estate legten 2,8 Prozent auf 19,80 Euro zu. Damit setzte der Wert seinen Erholungskurs fort.
In der zweiten Reihe führten K+S die Verliererliste an. Die Papiere sanken um 7,7 Prozent auf 193,39 Euro. K+S hatte in der Vergangenheit mehrfach vor negativen Einflüsse der Dollar-Schwäche gewarnt. Das sorgt laut Händlern jetzt am Markt für Bedenken. MTU büßten 4,0 Prozent auf 34,52 Euro ein. IVG Immobilien hingegen gewannen 4,8 Prozent auf 23,85 Euro hinzu.
ddp