Hausbesitzer in Ostdeutschland müssen zukünftig voraussichtlich mehr für ihre Gebäudeversicherung bezahlen. Wegen der Flut im Frühjahr und Sommer sollen die Beiträge um bis zu 50 Prozent steigen. Die DDR-Altverträge inklusive Hochwasserschutz sollen ab 2014 nicht mehr gelten. Vom Hochwasser betroffen waren auch zahlreiche Handwerksbetriebe.

Nach Angaben der Allianz verfügen immer noch 450.000 Kunden in den ostdeutschen Bundesländern über eine DDR-Gebäudeversicherung. Und genau diese will der Münchener Versicherer nun angeblich loswerden. Wie die "Märkische Allgemeine" unter Berufung auf die brandenburgische Verbraucherzentrale berichtet sollen die Beitragssätze für Gebäudeversicherungen zum kommenden Jahr stark steigen – bis zu 50 Prozent sind im Gespräch.
Folgen der Flut noch spürbar
So würden in den kommenden Tagen 15.000 Kunden des Versicherungskonzerns Allianz in Ostdeutschland aufgefordert, einen neuen, teureren Vertrag im Schadensfall abschließen. Andernfalls stünden sie ab Anfang 2014 ohne Versicherungsschutz da. Nach Ansicht der Verbraucherschützer lässt sich gegen diese auch nur wenig ausrichten.
Auch viele Handwerksbetriebe werden davon betroffen sein, denn sowohl in Ostdeutschland als auch in Bayern haben sie das Hochwasser unmittelbar zu spüren bekommen. Entspannt ist die Situation bei vielen betroffenen Betrieben auch heute noch nicht. Viele Geschädigte kämpfen noch immer mit den Folgen. dhz/dpa
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