Die Politik sollte sich beim Thema Plagiate bei Dissertationen nach Ansicht von Bundesbildungsministerin Annette Schavan zurückhalten. Klare Vorgaben, wie mit Schummeleien umzugehen sei, will sie als Ministerin jedenfalls nicht machen, sagte die CDU-Politikerin der in Heidelberg erscheinenden "Rhein-Neckar-Zeitung" (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht.
"Hochschulen handeln autonom"
Heidelberg (dapd). Die Politik sollte sich beim Thema Plagiate bei Dissertationen nach Ansicht von Bundesbildungsministerin Annette Schavan zurückhalten. Klare Vorgaben, wie mit Schummeleien umzugehen sei, will sie als Ministerin jedenfalls nicht machen, sagte die CDU-Politikerin der in Heidelberg erscheinenden "Rhein-Neckar-Zeitung" (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. "Hochschulen handeln autonom. Diese Fragen fallen in ihre Verantwortung", sagte sie und forderte die Wissenschaft auf, "sehr bewusst und selbstkritisch" mit dem Thema umzugehen.
Wenn Universitäten künftig verstärkt Software zur Erfassung von Plagiaten einsetzen wollen, "haben sie meine volle Unterstützung". Auch die Einrichtung spezieller Graduiertenschulen und der Einsatz externer Zweitgutachter könne helfen, Plagiate zu verhindern oder zu entdecken, regte Schavan an.
dapd
