Seit jeher genießen Oldtimer einen besonderen Status auf den Straßen. Ob Käfer oder Bulli – auch auf Deutschlands Asphaltstrecken fahren immer mehr historische Fahrzeuge. Viele davon sind mit einem H ganz rechts auf dem Nummernschild unterwegs.

Mehr als 250.000 gemeldete PKW sind derzeit mit einem H-Kennzeichen gemeldet. Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) ist der Bestand im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gewachsen. H-Kennzeichen sind für Oldtimer-Fahrzeuge vorgesehen, die mindestens 30 Jahre alt sind. Neben PKW zählen dazu auch Krafträder, Nutzfahrzeuge, Zugmaschinen und sonstige Fahrzeuge.
"Diese Zahlen zeigen, dass die Begeisterung der Deutschen für historische Fahrzeuge stetig wächst. Oldtimer sind Sympathieträger, die als historisches Kulturgut besonderen Schutz verdienen", erklärte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).
Der Käfer ist Spitzenreiter
Die Rangliste der Oldtimer führt der VW-Käfer an. Mit mehr als 27.000 H-Kennzeichen gilt er als Spitzenreiter unter den Oldtimern. Dicht dahinter folgen Mercedes-Modelle der Generation W123, Porsche 911/912 sowie der VW-Bulli. Darüber hinaus tragen rund 35.000 Motorräder, Nutzfahrzeuge und Zugmaschinen das H-Kennzeichen, das auch für eine freie Fahrt in Umweltzonen steht. Mit Blick auf ein Fahrverbot in Umweltzonen hat auch der VDA klare Vorstellungen:
"Oldtimer sind eine kleine Minderheit, die es zu pflegen gilt. Ein Fahrverbot in Umweltzonen wäre vollkommen übertrieben, zumal der Beitrag einer solchen Maßnahme zur Luftqualität gegen Null geht. Wer Oldtimer aus den Innenstädten aussperren will, würde sie zu reinen Museumsstücken machen“, betont Wissmann.
Mittlerweile prange auf 61 Prozent der Autos in Deutschland ein H-Kennzeichen. Die Besitzer der Oldtimer zahlen einen einheitlichen Steuersatz von 191 Euro. cle/VDA