US-Außenministerin als "Kämpferin für die Menschenrechte" geehrt Hillary Clinton in Berlin ausgezeichnet

US-Außenministerin Hillary Clinton hat am Freitag in Berlin den "Walther Rathenau Preis" entgegengenommen. Ihr deutscher Amtskollege Guido Westerwelle würdigte Clinton bei der Preisverleihung als "überzeugte Transatlantikerin", "Kämpferin für die Menschenrechte" und "Freundin Deutschlands". Offenheit und Transparenz bestimmten ihre Arbeit.

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Hillary Clinton in Berlin ausgezeichnet

Berlin (dapd). US-Außenministerin Hillary Clinton hat am Freitag in Berlin den "Walther Rathenau Preis" entgegengenommen. Ihr deutscher Amtskollege Guido Westerwelle würdigte Clinton bei der Preisverleihung als "überzeugte Transatlantikerin", "Kämpferin für die Menschenrechte" und "Freundin Deutschlands". Offenheit und Transparenz bestimmten ihre Arbeit. Clinton habe sich immer dafür eingesetzt, Werte praktisch umzusetzen und die Gesellschaft besser zu machen.

Westerwelle betonte, die USA seien nach wie vor der wichtigste Verbündete Deutschlands außerhalb von Europa. "Der Atlantik ist nicht breiter geworden, ganz im Gegenteil", sagte der FDP-Politiker. Der Aufstieg der Schwellenländer beeinträchtige die transatlantischen Beziehungen nicht.

Clinton sagte, die USA seien stolz, in der Nachkriegszeit als Partner an der Seite Deutschlands gestanden zu haben. Das tue ihr Land auch weiterhin.

Sie rief dazu auf, Menschenrechte, Religions- und Redefreiheit auf der ganzen Welt zu verteidigen. Die religiösen Lehren würden oft von Fanatikern verdreht und als Begründung für Gewalt und Diskriminierung missbraucht. Die Menschen müssten sich dem entgegenstellen. Das beste Instrument dazu sei der freie Austausch von Ideen.

Clinton erhielt die Auszeichnung "für ihren unermüdlichen Einsatz für den Frieden in den Krisenregionen dieser Welt", wie es zur Begründung hieß. Ihr weltweites Eintreten für Menschenrechte und Toleranz habe der amerikanischen Außenpolitik Respekt verschafft.

Der alljährlich vergebene Preis soll an den früheren Außenminister und Schriftsteller, Walther Rathenau (1867-1922), erinnern. Geehrt werden Menschen für ihr herausragendes außenpolitisches Lebenswerk.

Im ersten Jahr, 2008, ging der Preis an Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP). Im Jahr darauf erhielt der israelische Präsident Schimon Peres die Auszeichnung. Den Preis für 2010 hat nun Clinton bekommen.

dapd