Bei einer Vielzahl von Themen gibt es "unüberbrückbare Gegensätze" Herrmann will Grüne als politischen Gegner "konsequent angehen"

Der bayerische CSU-Innenminister Joachim Herrmann hat Spekulationen über künftige schwarz-grüne Koalitionen eine Absage erteilt. "Ich sehe weder im Bund noch im Land irgendeine Perspektive für schwarz-grüne Koalitionen", sagte er der "Nürnberger Zeitung" laut Vorabbericht. Bei einer Vielzahl von Themen gebe es "unüberbrückbare Gegensätze".

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Herrmann will Grüne als politischen Gegner "konsequent angehen"

Nürnberg (dapd). Der bayerische CSU-Innenminister Joachim Herrmann hat Spekulationen über künftige schwarz-grüne Koalitionen eine Absage erteilt. "Ich sehe weder im Bund noch im Land irgendeine Perspektive für schwarz-grüne Koalitionen", sagte er der "Nürnberger Zeitung" laut Vorabbericht. Bei einer Vielzahl von Themen gebe es "unüberbrückbare Gegensätze".

Als Beispiele nannte der Minister die Wirtschaftspolitik, Investitionen in die Infrastruktur und innere Sicherheit. Die CSU müsse sehr deutlich machen, welche großen Unterschiede es zu den Grünen gebe. Herrmann forderte: "Wir müssen die Grünen als politischen Gegner sehr konsequent angehen."

Die Kehrtwende in der Union hat für Herrmann "nichts mit einer Annäherung an die Grünen zu tun". CDU und CSU hätten lediglich die Konsequenzen daraus gezogen, dass es nach der Atomkatastrophe von Fukushima in Deutschland keine Mehrheit mehr für die Kernenergie gebe.

Wegen des Atomausstiegs der Bundesregierung waren die Grünen zuletzt auf die Union zugegangen. Der bayerische Grünen-Fraktionschef Martin Runge schloss ein Bündnis mit der CSU nach der Landtagswahl 2013 nicht mehr aus.

dapd