Mit seinen Marken wie Persil, Schwarzkopf und Loctite will der Düsseldorfer Henkel-Konzern in diesem Jahr seinen Konkurrenten weitere Marktanteile abjagen. Ziel sei es, in allen Geschäftsbereichen stärker als der Markt zu wachsen, sagte Konzernchef Kasper Rorsted am Mittwoch in Düsseldorf.
Henkel will Konkurrenten Marktanteile abjagen
Düsseldorf (dapd). Mit seinen Marken wie Persil, Schwarzkopf und Loctite will der Düsseldorfer Henkel-Konzern in diesem Jahr seinen Konkurrenten weitere Marktanteile abjagen. Ziel sei es, in allen Geschäftsbereichen stärker als der Markt zu wachsen, sagte Konzernchef Kasper Rorsted am Mittwoch in Düsseldorf.
Ein besonderes Augenmerk legt das Familienunternehmen dabei auf die Wachstumsregionen Osteuropa, Afrika/Nahost, Lateinamerika und Asien. Sie liefern inzwischen 40 Prozent des Konzernumsatzes und glänzten auch im ersten Quartal 2011 mit zweistelligen Wachstumsraten. "Wir sehen zurzeit keine Anzeichen dafür, dass sich das ändert", sagte Rorsted.
Zwischen Januar und März steigerte der Waschmittel-, Kosmetik- und Klebstoffhersteller seinen Umsatz um 8,9 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Der Quartalsüberschuss verbesserte sich um 9 Prozent auf 290 Millionen Euro.
Angesichts des guten Starts hob Henkel seine Umsatzerwartungen für das laufende Jahr leicht an. "Wir sind zuversichtlich, dass wir 2011 erneut stärker wachsen als unsere relevanten Märkte und erwarten jetzt ein organisches Umsatzwachstum am oberen Ende der Bandbreite zwischen 3 und 5 Prozent", sagte Rorsted. Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie soll um etwa 10 Prozent steigen.
Eine große Herausforderung für den Konzern seien weiterhin die steigenden Rohstoffkosten, sagte der Manager. Der Konzern hat deshalb Preiserhöhungen angekündigt. Angesichts des harten Wettbewerbs müsse man aber sehen, inwieweit sich diese auch durchsetzen ließen, hieß es in Düsseldorf.
Das Bild ist uneinheitlich. Im Stammgeschäft mit Wasch- und Reinigungsmitteln kämpfte der Konzern im ersten Quartal wegen der erbitterten Konkurrenz sogar mit sinkenden Preisen, was auch Spuren im Spartenergebnis hinterließ. Besser lief es im Klebstoffbereich, wo das Unternehmen spürbare Preiserhöhungen durchsetzen konnte. Auch im Kosmetikgeschäft konnte Henkel seine Umsatzrendite weiter erhöhen.
In Tunesien und Ägypten bekam Henkel die Folgen der Unruhen zu spüren. Die Umsatzeinbußen bezifferte das Unternehmen auf rund 20 Millionen Euro. Doch habe sich die Situation zum Ende des Quartals wieder deutlich verbessert, sagte Rorsted.
In Japan schließt der Konzern Beeinträchtigungen des Geschäfts durch die Folgen des Erdbebens in den kommenden Monaten nicht aus. Henkel liefert dort unter anderem Kleber für Elektronikprodukte, deren Herstellung derzeit noch unter den Folgen des Tsunamis und der Stromknappheit leidet.
dapd
