Europäischer Architekturpreis "Energie + Architektur" Heizungsbauer prämieren Wohnbauprojekt in Ingolstadt

Ein energieeffizientes Wohnungsbauprojekte am Westrand von Ingolstadt ist Gewinner des Eurpäischen Architekturpreises "Energie + Architektur". Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) und der Bund Deutscher Architekten (BDA) überreichten am Mittwoch in Berlin den Preis an das Architekturbüro bogevischs buero architekten und stadtplaner gmbh aus München.

Überzeugt habe die Jury unter Leitung des BDA-Präsidenten Michael Frielinghaus vor allem die Verknüpfung von Energiegewinnung und Architektur. "Elegant werden die technischen Einrichtungen zur Energiegewinnung mit der Architektur verwoben und erzeugen somit ein identitätsstiftendes und nachhaltiges Gesamtbild im öffentlichen Raum", lautet eine der Begründungen für die Preisvergabe.

"Energiebügel" prägen das Erscheinungsbild

Die Wohnanlage in Ingolstadt ist ein Pilotprojekt des öffentlich geförderten Wohnungsbaus. Der sparsame und effiziente Umgang mit Energie zeige sich hier vor allem in der Wärmeversorgung, die vorrangig über Solarkollektoren gedeckt wird. Mit einer Gesamtfläche von 850 Quadratmetern stehen sie auf den Dächern der Wohnhäuser und prägen als sogenannte "Energiebügel" das Erscheinungsbild der gesamten Anlage.

Der ZVSHK will mit dem von ihm ausgeschriebenen Architekturpreis die immer bedeutsamer werdenden Zusammenhänge von Gestaltung, Planung und Ausführung energetischer Bauvorhaben aufzeigen. "Unser Europäischer Architekturpreis dokumentiert die Möglichkeiten einer eigenständig praktizierten Energiewende von unten. Eine Vielzahl an Einreichungen hat beispielhaft nachgewiesen, wie private und gewerbliche Bauherren, wie Investoren und wie – indirekt – selbst Mieter Effizienzsteigerungen und Energieeinsparungen in neuen oder sanierten Gebäuden realisieren können", betonte ZVSHK-Präsident Manfred Stather auf der Preisverleihung in Berlin.

Weiter fünf Arbeiten mit Geldpreisen ausgezeichnet

Architekten aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz hatten sich mit insgesamt 57 Objekten für die Teilnahme beworben. Neben dem Preisträger wurden weitere fünf Arbeiten von herausragender Qualität mit einem Geldpreis ausgezeichnet. Erstmalig erhalten weitere sechs Einreichungen eine Anerkennung und Urkunde. Diese zwölf von der Jury hervorgehobenen Objekte bilden, so der ZVSHK, das Thema energetisches und nachhaltiges Bauen über nahezu die gesamte relevante Gebäudetypologie ab, vom Wohnhausneubau über Schul-, Kultur- und Verwaltungsbauten bis hin zum Wohnungsbau und gewerblich genutzten Gebäuden. dhz