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Erneuter Bonus für Ausbildungsbetriebe Heil will Ausbildungsprämie in Corona-Krise erhöhen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will im März einen neuen Schutzschirm für Ausbildungsplätze vorlegen und Unternehmen dabei eine erneute, deutlich erhöhte Ausbildungsprämie anbieten.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Coronavirus

"Viele Betriebe zögern, ob sie angesichts der wirtschaftlichen Lage Ausbildungsplätze anbieten sollen", sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am 20. Februar. "Aber ein Einbruch bei den Ausbildungsstellen wäre für alle fatal. Deshalb werde ich im März einen neuen Schutzschirm für Ausbildungsplätze vorlegen", so Heil. "Es wird eine erneute, noch mal deutlich großzügiger als bisher bemessene Ausbildungsprämie geben", sagte der Bundesarbeitsminister. "Ich will, dass deutlich mehr Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind, diese Prämie in Zukunft nutzen und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen können."

Bisher Azubi-Prämien von bis zu 3.000 Euro

Die Corona-Ausbildungsprämie soll dafür sorgen, dass Unternehmen trotz der Pandemie nicht in ihren Anstrengungen für Ausbildung nachlassen. Im vergangenen Sommer hatte das Bundeskabinett die Prämien im Rahmen des Programms "Ausbildungsplätze sichern" auf den Weg gebracht. Kleine und mittelständische Firmen, die mit großen Umsatzeinbrüchen und Kurzarbeit kämpfen, aber ihre Ausbildungsplätze erhalten oder sogar ausbauen, bekommen demnach staatliche Prämien von bis zu 3.000 Euro pro Ausbildungsplatz.

Nach einem verhaltenen Start hatte die Bundesregierung das Programm Anfang Dezember 2020 ausgeweitet und die Fördervoraussetzungen gelockert. Mittlerweile erhalten alle Unternehmen eine Ausbildungsprämie, die coronabedingte Umsatzeinbußen von 50 Prozent innerhalb von zwei zusammenhängenden Monaten zwischen April und Dezember 2020 nachweisen können und die Zahl ihrer Ausbildungsplätze gehalten haben. Als alternatives Förderkriterium gelten Umsatzeinbußen in fünf zusammenhängenden Monaten von durchschnittlich mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zuvor war die Ausbildungsprämie nur für Betriebe vorgesehen, die in den Monaten April und Mai 2020 einen Umsatzeinbruch von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr nachweisen konnten. dpa/bir/ew

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