Die Handwerkskammer Ulm hat das Weiterbildungszentrum für innovative Energietechnologien in Ulm (WBZU) übernommen. Es ist das erste Mal, dass eine Handwerkskammer in Deutschland ein Forschungsinstitut betreibt.
"Es ist ein Meilenstein für unser regionales Handwerk", sagt Anton Gindele, Präsident der Handwerkskammer Ulm, jetzt anlässlich des Festaktes zur Integration des WBZU. Auch der baden-württembergische Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid betont, dass es sich bei diesem "mutigen und wegweisenden Schritt" um eine bundesweite Premiere handelt.
Zusammenarbeit von Wissenschaft und Handwerk vorantreiben
Das WBZU wurde 2002 gegründet und ist nun seit 1. Januar 2014 in die Bildungsakademie der Handwerkskammer Ulm integriert, die damit über einen Standort in der Wissenschaftsstadt verfügt. Ziel ist es künftig, Forschung in die betriebliche Praxis zu übertragen und die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Handwerk voranzutreiben.
Um sich für die Chancen der Energiewende zu wappnen, muss die duale Ausbildung den Herausforderungen der Zeit gewachsen sein. Bei der Energiewende komme Deutschland ohne das Fachwissen aus dem Handwerk nicht weiter, sagt Minister Schmid. Für die Energiewende brauche man neue Technologien: "Auf vorbildliche Weise bringt diese Einrichtung Zukunftstrends und Handwerk zusammen".
In den nächsten Monaten wird ein Beirat für das WBZU gegründet. Den Vorsitz übernimmt Prof. Werner Tillmetz, bislang Vorsitzender des WBZU und Leiter des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Als zukunftsweisende Themen, die Wissenschaft und Handwerk gleichermaßen betreffen, nennt er Brennstoffzellen und Lithium-Ionen-Batterien in der Elektromobilität und Energieversorgung. Dazu werde im September am Standort eine Produktionsanlage für Lithium-Ionen-Batterien eröffnet. dan
Mehr Informationen zum WBZU gibt es unter wbzu.de