31 Handwerksbetriebe aus Sachsen-Anhalt haben den "Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege" erhalten. Durch die jährliche Verleihung des Preises soll die breite Öffentlichkeit auf die kulturelle Notwendigkeit der Denkmalpflege aufmerksam gemacht werden.

Jährlich verleihen die Stiftung Denkmalschutz (DSD ) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in jeweils zwei Bundesländern den " Bundespreis in der Denkmalpflege". In diesem Jahr konnten sich Handwerksbetriebe aus Bayern und Sachsen-Anhalt für den Preis bewerben.
Während in Bayern erst am 30. November die Sieger gekürt werden, durften sich in Sachsen-Anhalt bereits 31 Handwerker aus unterschiedlichen Gewerken über die Auszeichnung freuen. In Magdeburg erhielten die Gewinner ihre Ehrenurkunden von Ministerpräsident Reiner Haselhoff.
Preis mit 15.000 Euro dotiert
Neben den Handwerksbetrieben können sich private Denkmaleigentümer fürden "Bundespreis in der Denkmalpflege" bewerben. Die an den Restaurierungsmaßnahmen beteiligten Handwerker erhalten Ehrenurkunden. Für die Denkmaleigentümer ist der Preis pro Bundesland mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.
In Sachsen-Anhalt bekamen zusätzlich zu den 31 Handwerksbetrieben, sieben Eigentümer den Preis für Denkmalpflege. Den Hauptpreis (5.000 Euro) erhielt ein Ehepaar aus Aschersleben für die Erhaltung und Instandsetzung eines schwer geschädigten Wohnhauses (Foto). An diesen Arbeiten waren von Maurern bis Bodenlegern insgesamt neun Handwerksbetriebe beteiligt, die mit Ehrenurkunden ausgezeichnet wurden.
Öffentlichkeit auf Denkmalpflege aufmerksam machen
Ziel des Preises für Denkmalpflege ist es, die Öffentlichkeit auf die kulturelle Notwendigkeit der Denkmalpflege aufmerksam zu machen und zu zeigen, wie wichtig es ist, die Originalsubstanz von Baudenkmälern als Zeugnisse einer abgeschlossenen Kulturepoche zu erhalten.
Neben Handwerksbetrieben sind Architekten, Ingenieure und Restauratoren berechtigt, entsprechende Baudenkmale vorzuschlagen. dhz