Lea John, Schreinergesellin aus Leidenschaft, packt nicht nur in der Werkstatt an. Gemeinsam mit ihrem Verein "YANA – Kindern Zukunft schenken" baut sie in Ghana ein Internat und schenkt damit Kindern die Chance auf Bildung und ein besseres Leben.

Gemeinsam mit Freunden und Familie gründete sie im vergangenen Jahr den Verein "YANA – Kindern Zukunft schenken". Unterstützt wird derzeit ein bereits bestehendes Projekt in dem kleinen Dorf Boabeng mit 1.500 Einwohnern in Ghana, das Lea John im April 2025 für mehrere Monate besuchte. Vor einigen Jahren wurde durch das Projekt eine Schule gebaut und damit ein klares Ziel verfolgt: "Wir wollen Kindern aus einkommensschwachen Familien eine gute Schulbildung ermöglichen, denn das ist die beste Möglichkeit, in ihrem Leben etwas zu erreichen", erklärt Lea John. Seither wachse die Schule jedes Jahr und neue Kinder kämen dazu. Durch niedrige Schulgebühren und die Möglichkeit für Eltern, durch ihr Engagement die Gebühren zu begleichen, soll jedes Kind die Chance auf eine gute Schulbildung erhalten.

Chancen dank Bildung
Hauptprojekt des Vereins sei derzeit der Bau eines Internats im Dorf, speziell für die Schülerinnen und Schüler: "Wir wollen Kindern aus schwierigen Regionen ein Zuhause bieten, die sonst gar nicht die Schule besuchen könnten." Aktuell werde das Gebäude gebaut, bald sollen die ersten Kinder einziehen. Vor Ort in Ghana kümmert sich Lea John vor allem um organisatorische Tätigkeiten, aber sie unterstützt beispielsweise auch mal die Lehrkräfte in der Schule, wenn Bedarf besteht. Auch ihre handwerklichen Fähigkeiten sollen beim Umsetzen der verschiedenen Bauvorhaben helfen.
Hilfe zur Selbsthilfe
"Unser Ziel ist es, dass das, was wir hier aufbauen, auch nachhaltig ist und irgendwann ohne unsere Hilfe weiterbestehen kann", erklärt die Schreinergesellin. Geleitet wird das gesamte Projekt von den Projektgründern, die selbst aus dem Dorf kommen. "Das ist wichtig, denn sie kennen die Möglichkeiten, aber auch die Probleme und haben einen ganz anderen Blickwinkel." Wenn Lea John über ihren Verein und das Land spricht, wird ihre Leidenschaft deutlich: "Ghana ist wie eine zweite Heimat für mich. Waren die Hitze und die Geräuschkulisse für mich früher fremd, sind sie heute völlig normal."