Aus den Ländern gibt es eine neue Initiative zur Vereinfachung des Steuerrechts. Dazu gehört die Beschneidung des Handwerkerbonus.
Handwerkerbonus im Visier
Die Finanzminister einiger Länder wollen gut die Hälfte der Handwerkerarbeiten in den eigenen vier Wänden steuerlich unter den Tisch fallen lassen. Dadurch würden die Fallzahlen ganz erheblich sinken und Mitnahmeeffekte verringert werden, hieß es. Nach Angaben der Länder würde diese Kürzung zu Mehreinnahmen für den Fiskus von rund 400 Millionen Euro führen. Die Länderminister verwiesen zur Begründung auf eine Untersuchung des Bundesrechnungshofes, wonach der gewährte Steuerbonus sein Ziel, die Schwarzarbeit einzudämmen und das Handwerk zu fördern, nicht erreiche, wenn etwa Rechnungen für ohnehin vorgeschriebene Wartungsarbeiten an der Heizung oder bei Schornsteinen eingereicht würden.
Außerdem wollen die vier Länder den Arbeitnehmerpauschbetrag in drei Teile zerlegen: einen für die Fahrt zur Arbeit (560 Euro), einen für die berufliche Nutzung des privaten Computers (140 Euro) und einen für die übrigen Werbungskosten (300 Euro). Mit der Neuregelung würden Streitereien um die Nutzung des privaten Computers und die Sichtung zahlreicher Belege hinfällig, argumentierten die Finanzminister. Außerdem schlagen die Länder eine Erhöhung des Behinderten-Pauschbetrags um 30 bis 50 Prozent vor. Er wurde seit gut drei Jahrzehnten nicht angepasst. Aus den übrigen Ländern kamen schon unterstützende Signale für die insgesamt zehn Maßnahmen. bir