Wer Denkmäler pflegt, erhält baukulturelles Erbe für die Nachwelt. Fünf Denkmaleigentümern ist auf vorbildliche Art und Weise gelungen. Deshalb wurden sie zusammen mit den 21 beteiligten Handwerksunternehmen mit dem "Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege" ausgezeichnet.

Den ersten Preis an die fünf Gewinner aus Niedersachen vergab die Jury gleich zweimal. Wasmuth von Meding bekam einen davon. Die Denkmalseigentümerin wurde für die statische Instandsetzung und qualitativ anspruchsvolle Überarbeitung der Gutskapelle von Gut Schnellenberg in Lüneburg ausgezeichnet. Ebenfalls einen ersten Preis erhielt die Siegmund-Seligmann-Stiftung für die Instandsetzung und moderne Aufrüstung der Villa Seligmann.
Wegen der zwei ersten Preise, gab es keinen zweiten Preis. Dafür vergab die Jury auch den dritten Preis gleich zweimal. Der eine Preis ging an Wolfgang Vogt für die schrittweise Instandsetzung und Sanierung des ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäudeensembles der Artländer Hofanlage in Badbergen. Der andere Preis ging an Hinrich Gottschalk. Er wurde für die qualitätsvolle Substanzsicherung und Modernisierung des Fachwerkgebäudes der Leibzucht am Hof Gottschalk in Kirchhorsten ausgezeichnet.
Vier Preise und ein Sonderpreis
Darüber hinaus zeichnete die Jury die Familien Grotjan und Sjuts für die Wiederherstellung einer Torscheune in Braunschweig ausgezeichnet, die einst das Erscheinungsbild des Ortsteils Lamme geprägt hat.
Die Preise wurde am 14. November vom Präsidenten des Zentralverband des Deutschen Handwerks, Otto Kentzler, und Rosemarie Wilcken, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz verliehen.
ZDH-Präsident Kentzler gratulierte den Preisträgern und würdigte deren Engagement bei der Denkmalpflege sowie den Einsatz der Handwerker. "Mit jedem Objekt tragen wir dazu bei, baukulturelles Erbe zu erhalten und unsere Orte nicht geschichts- und gesichtslos wirken zu lassen", sagte Kentzler. Einen wesentlichen Anteil daran habe das Handwerk, das auf unzähligen Baustellen im Land Tag für Tag Großartiges leistet und mit der Restaurierung dieses baulichen Kulturerbes eine wichtige gesellschaftliche Verantwortung übernimmt.
Handwerker erhielten Ehrenurkunden
Die Handwerker, die an den Restaurierungsmaßnahmen waren, bekamen bei der Preisverleihung Ehrenurkunden überreicht. Für die privaten Denkmaleigentümer ist der Preis pro Bundesland mit 15.000 Euro dotiert.
Der "Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege" wird gemeinsam von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks gemeinsam gestiftet und zweimal im Jahr in zwei Bundesländern vergeben. Seit 1993 werden mit dem Preis private Eigentümer ausgezeichnet, die bei der Bewahrung ihres Denkmals in Zusammenarbeit mit dem Handwerk herausragendes geleistet haben. In diesem Jahr wurde der Preis in den Bundesländern Niedersachen und Saarland ausgeschrieben, 2013 stehen Sachsen und Schleswig-Holstein an. dhz
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