Schulnoten für den Einsatz in der Pandemie Handwerker erhalten gute Noten für ihren Job in der Krise

Sie sorgen für eine hygienische Umgebung, sind bei Wasserohrbrüchen zur Stelle und halten Stromnetze stabil: Die Arbeit von Handwerkern ist in der Corona-Krise umso wichtiger. Im Rahmen einer aktuellen Umfrage wurde diese nun bewertet. Dabei zeigt sich: Handwerker schneiden im Vergleich zu anderen Gruppen deutlich besser ab.

Bauarbeiter zeigt Hand mit Daumen nach oben.
Daumenhoch: Handwerker haben im Vergleich zu anderen Gruppen einen guten Job in der Corona-Krise gemacht. So bewerten es die Teilnehmer einer Umfrage. - © ub-foto - stock.adobe.com

Handwerker geben alles, und das auch in schwierigen Zeiten. Von den Teilnehmern einer aktuellen Umfrage haben sie für ihren Job in der Corona-Krise deshalb die Note 2,7 erhalten. Das ist auf dem ersten Blick zwar keine Bestnote, aber das Handwerk schneidet im Vergleich zu anderen Gruppen gut ab. An der repräsentativen Umfrage von HDI Versicherungen haben rund 4.000 Beschäftigte die Arbeit verschiedener gesellschaftlicher Akteure in der Pandemie mit Schulnoten bewertet: Darunter Lebensmittel-Versorger, die eigenen Arbeitgeber, Wissenschaflter und Virologen, Verbände sowie Schulen.

Nur eine Gruppe schafft die Note "Gut"

Mit der Note von 2,7 liegen die Handwerker im Ranking auf Platz zwei. Genauso gut bewerteten die Umfrageteilnehmer die Arbeit der eigenen Arbeitgeber in der Krise. Am besten bewertet wurden aber diejenigen, die auch in Corona-Zeiten dafür sorgen, dass die Kühlschränke der Deutschen gefüllt bleiben: Die Lebensmittel-Versorger erhielten von den Befragten die Durchschnittsnote 2,1 – und damit als einzige Gruppe die Schulnote "Gut".

Nicht so gut schnitten die Wirtschafts- bzw. Industrieverbände (3,6), die Gewerkschaften (3,7) und die Schulen (3,8) ab. Die schlechteste Note erhielten diejenigen, die in Krisenzeiten eigentlich umso mehr für seelischen Beistand sorgen sollten: Für Kirchen und andere religiöse Einrichtungen gab es lediglich die Note 4,1.

Gute Noten für Handwerker: Menschen in Rheinland-Pfalz besonders zufrieden

Interessant sind auch die Unterschiede bei den Noten, wenn man die Einschätzung einzelner Bundesländer betrachtet. Es zeigt sich, dass das Handwerk in Rheinland-Pfalz besonders gut wegkommt. Es erhält hier die Schulnote 2,5. In Sachsen-Anhalt hingegen erhalten Handwerker mit 2,8 die schlechteste Note.

Auch die anderen Gruppen schneiden mehr oder weniger gut je nach Bundesland ab. Der Lebensmittelhandel erhält von den Bayern die Bestnote von 1,8. Arbeitgeber werden in Sachsen am besten bewertet (2,5) und im Saarland am schlechtesten (2,9). Die Gewerkschaften bekommen im Osten das schlechteste Zeugnis für ihre Arbeit. Genauso wie Virologen und das Robert-Koch-Institut, deren Arbeit insbesondere der Corona-Krise von besonderer Bedeutung ist. ew