Zur Stärkung des privaten Konsums Handwerk verlangt Senkung des Solidaritätszuschlags

Angesichts der schlechten Wirtschaftsaussichten fordert das deutsche Handwerk strukturelle Entlastungen für Bürger und Betriebe. Wiederholt wird die Senkung des Solidaritätszuschlags ins Spiel gebracht.

Handwerk verlangt Senkung des Solidaritätszuschlags

"Das Handwerk plädiert dafür, den Solidaritätsbeitrags von jetzt 5,5 auf 3,5 Prozent zu senken", sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Otto Kentzler, der "Berliner Zeitung". Das könne sofort und ohne Mitwirkung des Bundesrates vom Bundestag beschlossen werden.

Handwerk fürchtet Umsatzeinbußen

Ein solcher Schritt entspräche einem Volumen von etwa fünf Milliarden Euro, mit denen der private Konsum gestärkt werden könnte, sagte Kentzler und betonte: "Wenn die Menschen wieder Vertrauen in die Wirtschaft fassen, werden sie dieses Geld auch ausgeben." Falls die Regierung zögere, setze sie viele Arbeitsplätze aufs Spiel. "Wir befürchten, dass das Handwerk im nächsten Jahr deutliche reale Umsatzeinbußen hinnehmen muss, wenn die Bundesregierung nicht stärker gegensteuert als bisher", sagte Kentzler.

Der CDU-Wirtschaftsrat forderte die Aussetzung von Sonderabgaben auf Energie. "Die Bundesregierung muss endlich die staatliche Preistreiberei für Energie stoppen", sagte der Vorsitzende des Gremiums, Kurt Lauk, der "Bild"-Zeitung. Namentlich nannte er die Ökosteuer und den Emissionshandel. Deutschland brauche ein "echtes Moratorium", bis ein weltweites Klimaschutzabkommen mit vergleichbaren Bedingungen für alle Industrienationen in Kraft trete. Ein Durchschnittshaushalt müsse bereits mehr als ein Monatsgehalt pro Jahr für Energie ausgeben. Dies sei fast doppelt so viel wie vor zehn Jahren.

ddp