Statistisches Bundesamt Handwerk macht weniger Umsatz

Das Handwerk hat im ersten Quartal einen Umsatzrückgang erlebt. Laut dem Statistischen Bundesamt lagen die Erlöse um 4,7 Prozent unter denen des Vorjahrszeitraums. Auch die Zahl der Beschäftigten sei um 1,3 Prozent zurückgegangen.

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Handwerk macht weniger Umsatz

Umsatzrückgänge betrafen nach Angaben der Behörde das Bauhauptgewerbe, das Ausbaugewerbe, die Handwerke für den gewerblichen sowie für den privaten Bedarf. Das größte Minus hätte das Bauhauptgewerbe mit 16,5 Prozent gemeldet. Fast unverändert sei der Erlös im Lebensmittelgewerbe mit minus 0,1 Prozent geblieben. Im Kraftfahrzeug- und im Gesundheitsgewerbe seien hingegen im ersten Vierteljahr Zuwächse von 4,2 beziehungsweise 0,5 Prozent verzeichnet worden.

Einen Beschäftigungsrückgang ermittelten die Statistiker im Bauhauptgewerbe, im Ausbaugewerbe, in den Handwerken für den gewerblichen und privaten Bedarf sowie im Kraftfahrzeuggewerbe. Im Kraftfahrzeuggewerbe sei der Personalrückgang mit 3,2 Prozent am stärksten ausgefallen, während die Beschäftigung im Gesundheitsgewerbe mit minus 0,1 Prozent nahezu stagnierte. Eine Beschäftigungszunahme hätte das Lebensmittelgewerbe mit 0,4 Prozent verzeichnet.

"Die Wirtschaftsgruppe Handwerk wird im Jahr 2009 positiver abschneiden als die Gesamtwirtschaft. Wir bekräftigen unsere Prognose von rund zwei Prozent Umsatzminus und einem leichten Beschäftigungsverlust von 25.000 bis 40.000 Beschäftigten für das Gesamtjahr", kommentierte Handwerkspräsident Otto Kentzler die Zahlen.

Die heute vorgelegten Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das erste Quartal bestätigten die Erwartungen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Der zweistellige Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe zu Jahresbeginn sei darauf zurück zu führen, dass aufgrund des langen und harten Winters über mehrere Wochen hinweg kaum gearbeitet werden konnte. "Die Situation hat sich auch aufgrund der Aufträge der Öffentlichen Hand aus dem Konjunkturpaket verbessert. Probleme haben weiterhin die vom fehlenden Export betroffenen industriellen Zulieferer und Dienstleister. Die anderen Handwerksbereiche melden eine weitgehend stabile Konjunktur", sagte Kentzler.

pc/ddp