Die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk sind gegenüber dem Jahr 2007 um 4,4 Prozent gestiegen. Das Bauhauptgewerbe meldete den größten Anstieg. Einige Branchen sind jedoch weniger erfeut.
Handwerk macht 2008 4,4 Prozent mehr Umsatz
Die Umsätze waren 2008 in allen sieben Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks höher als im Jahr 2007. Den stärksten Umsatzanstieg erzielte das Bauhauptgewerbe mit einem Plus von 6,6 Prozent. Vom Kraftfahrzeuggewerbe wurde mit 0,3 Prozent der geringste Umsatzzuwachs gemeldet.
Handwerksumsatz ist nach gutem Jahr in 2009 wieder rückläufig
"Die Daten des Statistischen Bundesamtes bestätigen den Trend der Bilanz des ZDH: Das Jahr 2008 ist für die Handwerkswirtschaft insgesamt zufriedenstellend verlaufen. Allerdings sind die Zahlen des Bundesamtes aufgrund eines statistischen Sondereffektes in diesem Jahr überhöht – weil das Vorjahresquartal 2007 durch die mit der Mehrwertsteuererhöhung verbundenen Vorwegeffekte nicht vergleichbar war", kommentierte Handwerkspräsident Otto Kentzler die Daten. Als Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise müssten die Betriebe in diesem Jahr aber um Aufträge kämpfen. "Das gilt gerade für die beiden zuletzt so starken Bereiche des Baugewerbes und der handwerklichen Zulieferer und Dienstleister für die Industrie. Für 2009 erwarten wir Umsatzverluste von real rund zwei Prozent und einen leichten Rückgang der Beschäftigung um 0,5 Prozent", sagte Kentzler.
Eine Beschäftigungszunahme hatten nach Angaben der Statistiker nur die Handwerke für den gewerblichen Bedarf zu verzeichnen (+ 2,8 Prozent). In den übrigen sechs Gewerbegruppen ging die Beschäftigung zurück. Bei den Handwerken für den privaten Bedarf wurde das Personal mit 3,5 Prozent am stärksten abgebaut.
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks begrüßt zudem, dass das Statistische Bundesamt erstmalis Umsatz- und Beschäftigungszahlen im Handwerk präsentierte, die auf Basis von Verwaltungsdaten ermittelt wurden. "Dadurch können viele tausend Handwerksbetriebe dauerhaft von statistischen Auskunftspflichten entlastet werden. Diese Rückführung der Bürokratie begrüßen wir sehr", erklärte ZDH-Präsident Kentzler.
pc/Quelle Tabelle: Statistisches Bundesamt