Fahrverbote in innerstädtischen Umweltzonen dürfen nicht die Mobilität und damit die wirtschaftliche Existenz von Handwerksbetrieben gefährden. In Zusammenarbeit mit dem ZDH informieren Kraftfahrzeughandwerk und Filterhersteller über die technischen Nachrüstmöglichkeiten.
"Handwerk gehört in die City"
Anlässlich des Starts der "Transporteroffensive“ in Düsseldorf macht Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) deutlich: "Handwerk gehört in die City. Für eine Stadt der kurzen Wege müssen die Betriebe Kleinlaster, Kombis und Transporter nutzen können." Handwerkspräsident Otto Kentzler und Robert Rademacher, Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, sprechen sich für die Nachrüstung mit Russpartikelfiltern für alle Fahrzeuge aus, bei denen es technisch möglich ist.
Der ZDH wird in Zusammenarbeit mit dem Kraftfahrzeughandwerk und den Filterherstellern eine umfassende Information der Betriebe über die technischen Nachrüstmöglichkeiten unterstützen. Im Gegensatz zu PKW und schweren LKW fehlt für die Transporter der Handwerksbetriebe zurzeit eine finanzielle Förderung der Modernisierung des Fahrzeugparks. Daher der Appell von Kentzler und Rademacher: "Hier ist die Politik aufgerufen, Fördermaßnahmen zu entwickeln, um gerade den besonders betroffenen innerstädtischen Betrieben eine baldige Modernisierung ihres Fahrzeugparks zu ermöglichen."
Bei Luftreinhaltemaßnahmen in den Städten sollte im Übrigen nicht einseitig und übereilt auf Fahrverbote gesetzt werden. Alle Maßnahmen innerhalb der Umweltzonen müssen handwerksgerecht und unbürokratisch ausgestaltet werden. In Diskussion mit den ansässigen Betrieben müssen frühzeitig Möglichkeiten zur Vermeidung von Härten gefunden werden. Kentzler: "Handwerksbetriebe brauchen Planungssicherheit, angemessene Ausnahmen und Übergangsfristen, die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Betriebe berücksichtigen."
dhz
