Handwerkspräsident Otto Kentzler fordert einen höheren Steuerbonus auf Handwerkerleistungen für private Haushalte. Dies wäre ein wichtiges Zeichen in Richtung Wachstum.
Handwerk fordert Gleichbehandlung beim Steuerbonus
Bislang wolle die Bundesregierung jedoch nur in den Bereichen Pflege, Kinderbetreuung sowie bei Dienstleistungen wie Gartenarbeit die steuerliche Absetzbarkeit verbessern. "Hier erwarten wir Gleichbehandlung", sagte Kentzler in einem Interview mit der Nachrichtenagentur ddp. Das Handwerk müsse unbedingt noch mit einbezogen werden.
Neben beschäftigungs- und konjunkturpolitischen Aspekten spreche auch eine effektive Bekämpfung der Schwarzarbeit für einen erweiterten Steuerbonus.
Kreise: Steuerbonus wird verdoppelt
Wie die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr, besteht zwischen dem Finanz- und Wirtschaftsministerium weitgehend Einvernehmen, dass der Höchstbetrag für die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerrechnungen auf 1200 Euro verdoppelt werden könnte. Auch die Höhe des Gebäudesanierungsprogramms, für das im nächsten Jahr rund 900 Millionen Euro eingeplant sind, dürfte in Richtung einer Verdopplung massiv ausgebaut werden.
Der Handwerkspräsident fügte hinzu, die Unterstützung für die Banken in der aktuellen Finanzmarktkrise sei zwar richtig. Wichtig seien jetzt aber auch Wachstumssignale für den beschäftigungsintensiven Mittelstand. Kentzler verwies darauf, dass von rückläufigen Investitionen und Konsumzurückhaltung die "Breite der mittelständischen Betriebe" betroffen sei.
Außerdem könne gerade mit einem verbesserten Steuerbonus für Instandhaltung und Modernisierung ein wirksamer Beitrag für mehr Energieeffizienz geleistet werden, betonte Kentzler. Dies sei sowohl wichtig zum Erreichen der Klimaschutzziele als auch zur Senkung der Mietnebenkosten der Bürger.
ddp