Energiewende Handwerk fordert Entscheidung

Ob die energetische Gebäudesanierung zukünftig steuerlich gefördert wird, ist immer noch ungeklärt. Das ZDH-Präsidium hat dazu eine Resolution veröffentlicht. Denn nur mit gezielten Anreizen könnten die Klimaziele erreicht werden. Die Bundeskanzlerin hat nun zu einem Energiegipfel geladen.

Handwerk fordert Entscheidung

Der Ausstieg aus der Kernenergie sei nur durch umfassende Maßnahmen der Energieeinsparung und -effizienz zu bewältigen und dazu gehöre auch die energetische Gebäudesanierung, führt das geschäftsführende Präsidium des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) in seiner Resolution aus. Schließlich mache der Gebäudebereich allein 40 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland aus.

Das Handwerk fordert, dass sich Bundesländer, Bundesregierung und Bundestag nun endlich auf wirksame und verlässliche Maßnahmen bei der energetischen Gebäudesanierung verständigen müssen. Es sei an der Zeit, dass die Politik die ambitionierten Ziele, die sie sich mit der Energiewende gesteckt hat, auch umsetze. Dies sei eine Frage der politischen Glaubwürdigkeit, betont der ZDH.

Um Gebäudeeigentümer zu mehr Investitionen in energetische Sanierungsmaßnahmen zu motivieren, bedarf es erfahrungsgemäß aber auch finanzieller Anreize. Der ZDH steht hinter den ursprünglichen Plänen der Bundesregierung, hier steuerliche Förderungen zu gewähren. Diese Pläne werden bislang jedoch noch von den Bundesländern blockiert.

Verlässliche Rahmenbedingungen gefordert

"Bürger und Betriebe haben kein Verständnis dafür, dass ihnen durch die Energiewende hohe Investitionen abverlangt werden, die Politik sich aber nicht auf verlässliche Rahmenbedingungen verständigen kann", so der ZDH. Dies gelte um so mehr, als jeder aufgewandte Euro ein Vielfaches an Folgeinvestitionen auslöse, Arbeitsplätze sichere und zu zusätzlichen Einnahmen bei Fiskus und Sozialkassen führe.

Die Bundesregierung sieht sich momentan jedoch auf einem guten Weg in Richtung Energiewende. Um die Umsetzung der energiepolitischen Ziele zu diskutieren, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel führende Vertreter von Verbänden und Gewerkschaften nun zu einem Energiegipfel ins Kanzleramt geladen. Ziel des Treffens am 15. September ist ein "breiter gesellschaftlicher Konsens", wie Kanzleramtsminister Roland Pofalla im Einladungsschreiben formuliert.

Eingeladen wurden dem Bericht zufolge 23 Personen, darunter die Vorsitzenden oder Präsidenten der Dachverbände der Wirtschaft, der großen Gewerkschaften, diverser Fachverbände sowie die Helmholtz-Gemeinschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft.

jtw (mit dapd)