DHZ-Konjunkturumfrage Handwerk erwartet weiteres Plus

Konjunkturaussichten: Der Wettbewerb um gutes Personal wird sich zukünftig aus Sicht des Handwerks verschärfen, denn die Auftragsbücher für zweites Quartal sind prall gefüllt.

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Aus der Sicht des Handwerks muss die deutsche Wirtschafts- und Energiepolitik noch erheblich nachlegen; die Rentenbeschlüsse sind sogar kontraproduktiv. Dennoch knüpft man hohe Erwartungen an die nähere Zukunft:

  • Neun von zehn Betrieben rechnen mit guten oder zufriedenstellenden Geschäften.
  • 28 Prozent stellen sich auf eine Belebung der Nachfrage ein.
  • 13 Prozent rechnen damit, in den kommenden Monaten mehr Personal zu beschäftigen.

Gleichwohl ist zu befürchten, dass das Handwerk nicht alle Wachstumschancen nutzen können wird – dafür sind nicht genügend erfahrene Gesellen und Facharbeiter an Bord. Nach dem kräftigen Plus zum Jahresauftakt dürfte das zweite Quartal nicht mehr so deutlich über der Vorjahreszeit abschließen.

Zum Start in den Frühling sind die Auftragsbücher der Baufirmen prall gefüllt. Das liegt auch am Wirtschaftsbau, der allmählich in Fahrt kommt. Allerdings deutet die Genehmigungsstatistik, die den langfristigen Trend vorgibt, noch nicht in die gleiche Richtung wie die auf eine kürzere Frist abzielenden Auftragsdaten. Insbesondere Pläne für Fabriken und Werkstattgebäude wurden kaum zur Genehmigung vorgelegt.

Wohnungsbau boomt

Mitten im Boom befindet sich der Wohnungsbau. Leider sorgt die Altbausanierung, die ein Viertel der Umsätze des Bauhandwerks ausmacht, für heftiges Stirnrunzeln. Ohne steuerpolitische Anreize lassen sich hier nicht alle Potenziale ausschöpfen.

Die Aussichten für den Autohandel haben sich klar verbessert. Experten rechnen 2014 mit einem Zulassungs-plus um bis zu sechs Prozent. Das hängt auch mit der anspringenden Investitionstätigkeit zusammen. Neben neuen Fahrzeugen werden vermutlich Maschinen und Elektroanlagen für die dezentrale Energieerzeugung auf den Bestellzetteln der Investoren ganz oben stehen. Alles in allem ergibt sich ein freundliches Prognosebild für Kfz-Betriebe und handwerkliche Zulieferer.

Konsumnahe Gewerbe dürften mit den Vorhersagen für das laufende Jahr ebenfalls zufrieden sein. Laut GfK werden die Bürger verstärkt Ausgaben für "Erlebnis und Genuss" tätigen. Dazu zählen die Forscher ausdrücklich: hochwertige Lebensmittel. we/los