41 Prozent der Deutschen zählen den Handwerker zu den Berufen, vor denen sie am meisten Achtung haben. Das ergab die diesjährige Berufsprestigeskala, die das Institut für Demoskopie Allensbach seit 1966 in regelmäßigen Abständen ermittelt.
Handwerk auf Platz vier
Das Handwerk erreichte damit den vierten Platz der Skala. Höher wurden nur die Berufe des Arztes (82 Prozent), der Krankenschwester (67 Prozent) und des Lehrers (42 Prozent) eingestuft. Der Arztberuf führt die Liste von Beginn der Befragungsreihe an. Kurz hinter dem Handwerker kamen die Berufe des Hochschulprofessors (33 Prozent) und des Ingenieurs (ebenfalls 33 Prozent) gemeinsam auf dem fünften Platz.
Seit 1966 ermittelt das Institut für Demoskopie Allensbach das Ansehen ausgewählter Berufe, und von Anbeginn an führt der Arztberuf unangefochten die Liste der am meisten geachteten Berufe an. Daran ändert sich auch in der jüngsten Allensbacher Berufsprestige-Skala nichts: 82 Prozent der Deutschen zählen den Arzt zu den Berufen, vor denen sie am meisten Achtung haben. An zweiter Stelle folgt die Krankenschwester mit 67 Prozent. Der Lehrer (42 Prozent) und der Handwerker (41 Prozent) rangieren an dritter und vierter Stelle.
Politiker verlieren das Vertrauen
Bei einigen Berufen gab es im Laufe der Zeit deutliche Veränderungen. So haben Pfarrer bzw. Geistliche in den letzten 2, 3 Jahren deutlich an Ansehen verloren. Zu den eindeutigen Gewinnern gehört hingegen der Ingenieur, vor dem jeder Dritte besondere Achtung hat (2008: 27 Prozent). Dies stellt den zweithöchsten jemals gemessenen Wert für diesen Beruf dar.
Zu den Schlusslichtern der Rangliste zählen neben Bankern (4 Prozent) und Fernsehmoderatoren (4 Prozent) auch die Politiker. Das Ansehen dieser Berufsgruppe ist in den vergangenen Jahrzehnten langsam, aber kontinuierlich gesunken. "Die 6 Prozent, die aktuell für die Politiker gemessen werden, sind das Spiegelbild eines Vertrauensverlustes der Bevölkerung in die Politik", so die Autoren der Studie.
dhz