Checkliste Handlungsempfehlungen für mehr Datensicherheit

Für viele Unternehmen ist es normal, Daten nur lokal auf einzelnen PCs oder auf Festplatten abzuspeichern. Doch damit fangen die Probleme an. Gefährdung des Produktionsablaufes und der Sicherheit des ganzen Betriebs sind die Folge. Allerdings können auch kleine und mittelständische Unternehmen mit wenig IT-Erfahrung ihre Daten sicher verwalten. Eine Checkliste der wichtigsten Gebote für mehr Datensicherheit, auch im Internet:

Schon das Einhalten elementarer Dinge kann zu mehr Datenschutz und sicherer Datenspeicherung im Internet führen. - © Foto: Thomas Jansa/fotolia

PC-Schutz

Entscheidend ist eine gute Sicherheitsausstattung des Computers. Vor der ersten Internet-Sitzung sollten ein Anti-Viren Programm und eine Firewall installiert werden, um den Computer vor schädlichen Dateien zu schützen. Für diese Schutzprogramme und für das Betriebssystem werden regelmäßig Aktualisierungen angeboten, die umgehend installiert werden sollten. Da Schadsoftware zunehmend über Datenträger wie CDs oder USB-Sticks verbreitet wird, sollten diese vor Nutzung auf Viren geprüft werden. 

E-Mails und Chat

Es sollten nur E-Mails geöffnet werden, die von vertrauenswürdigen Absendern stammen. Dubiose Mails von Unbekannten mit seltsam klingenden Namen sollten schnellstmöglich gelöscht werden. Schadprogramme verbergen sich oft in Grafiken oder E-Mail-Anhängen. Verdächtige Dateien sollten auf keinen Fall geöffnet werden. Auch in Communitys empfangene E-Mail-Anhänge sollten mit einem Schutzprogramm überprüft werden. Riskant könnten auch Chatnachrichten von Unbekannten sein. Kriminelle versenden oft Links zu verseuchten Internetseiten.  

Software

Nutzer sollten darauf achten, welche Software oder Zusatzprogramme ("Plug-Ins") sie installieren. Eine Gefahr sind Schadprogramme, die in Gratis-Downloads oder Raubkopien von dubiosen Anbietern versteckt sind. Gesundes Misstrauen hilft: Wenn Zweifel an der Seriosität bestehen, besser auf Download und Installation einer Software verzichten. 

Seite 2: Wie man sich bei der Passwortwahl und dem Online-Banking schützen kann>>>

Passwörter

Bei vielen Cloud-Anwendungen und deren Online-Diensten wird von den Nutzern ein Passwort gefordert, um sich anzumelden. Beim Registrieren ist es ratsam darauf zu achten, dass das Kennwort mindestens aus acht Zeichen sowie aus einer Aneinanderreihung von Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Kommata besteht. Passwort-Safes helfen, sich besonders schwierige Passwortfolgen zu merken. Das sind PC-Programme, die die Geheimzahlen sicher speichern. Der Anwender braucht sich dann nur noch ein Haupt-Passwort zu merken.    

Online-Banking

Beim Betreiben von Online-Banking sollte darauf geachtet werden, die offizielle Webseite der Bank immer direkt in die Adresszeile (Internet-Browser) einzugeben. Maßgeblich ist die Adresse, die die Bank in ihren offiziellen Unterlagen angibt. Für Überweisungen und andere Aufträge sind so genannte Transaktionsnummern (TANs) nötig.  War es noch in den Anfängen des Online-Banking üblich, die Nummern aus einer Liste frei zu wählen, gilt heute das iTAN-Verfahren als die sicherere Methode. Ein Zufallsgenerator der Bank bestimmt, welche TAN aus der Liste eingegeben werden muss. Noch weniger Chancen haben Kriminelle beim mTANVerfahren: Die TAN wird dem Kunden aufs Handy geschickt und ist nur kurzzeitig gültig.

Angebote als Waren- oder Finanzagenten

Angebote im Internet oder per E-Mail, als Waren- und Geldvermittler zu arbeiten, sind konsequent abzulehnen. Der Vermittler dient den Tätern zur Verschleierung ihrer Identität. Internet-Nutzer, die sich auf dubiose Angebote einlassen und Waren oder Gelder weiterleiten, können sich strafbar machen und müssen mit Schadensersatzansprüchen rechnen. cle