Statistisches Bundesamt Hälfte der Gesundheitsausgaben entfällt auf Ältere

Knapp die Hälfte der Gesamtkosten im Gesundheitssektor ist 2006 für Erkrankungen älterer Menschen ab 65 Jahren ausgegeben worden.

Hälfte der Gesundheitsausgaben entfällt auf Ältere

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden 2006 von den Gesamtausgaben in Höhe von rund 236 Milliarden Euro etwa 47 Prozent für ältere Menschen aufgewandt. Im Vergleich zu 2002 seien die durchschnittlichen Ausgaben pro Patient in dieser Altersgruppe 2006 um vier Prozent auf 6.910 Euro gestiegen. Bei Patienten im Alter bis 65 Jahre stiegen die Kosten pro Patient im selben Zeitraum laut Bundesamt um 3,5 Prozent auf durchschnittlich 1.880 Euro.

Über die Hälfte der Gesundheitsausgaben für über 65-Jährige in Höhe von etwa 111,1 Milliarden Euro entfiel 2006 den Angaben zufolge auf vier Krankheitsgruppen. Mit 24,6 Milliarden Euro haben den Angaben zufolge Herz-Kreislauf-Krankheiten die höchsten Kosten verursacht. Darauf folgten Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 13,1 Milliarden Euro, psychische und Verhaltensstörungen mit 12,7 Milliarden Euro sowie Krankheiten des Verdauungssystems mit 9,8 Milliarden Euro.

Für die insgesamt höheren Krankheitskosten im Alter sind laut Bundesamt unter anderem das verstärkte Auftreten von Mehrfacherkrankungen, die höhere Pflegebedürftigkeit und die intensivere Nutzung von medizinischen Therapien und Medikamenten verantwortlich. In die Berechnung der volkswirtschaftlichen Auswirkungen von Krankheiten fließen den Angaben zufolge alle Gesundheitsausgaben ein, die unmittelbar mit einer medizinischen Heilbehandlung, einer Präventions-, Rehabilitations- oder Pflegeleistung verbunden sind.

ddp