"Es kann doch nicht von Wahlen abhängig sein, ob wir gemeinsame deutsche Geschichte vertreten" Haderthauer greift baden-württembergische Regierung an

Die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer hat die neue baden-württembergische Landesregierung wegen ihres Umgangs mit den Heimatvertriebenen scharf angegriffen.

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Haderthauer greift baden-württembergische Regierung an

Augsburg (dapd). Die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer hat die neue baden-württembergische Landesregierung wegen ihres Umgangs mit den Heimatvertriebenen scharf angegriffen. Das Land Baden-Württemberg, das immer an der Seite Bayerns ein Fürsprecher für die deutschen Heimatvertriebenen gewesen sei, habe nach der Landtagswahl unter Grün-Rot eine Kehrtwende vollzogen, beklagte die CSU-Politikerin am Samstag auf dem Sudetendeutschen Tag in Augsburg.

Im baden-württembergischen Koalitionsvertrag stehe nicht ein Wort über die Heimatvertriebenen. "Das zeigt ein äußerst gestörtes Verhältnis zur Geschichte", kritisierte Haderthauer und fügte hinzu: "Es kann doch nicht von Wahlen abhängig sein, ob wir gemeinsame deutsche Geschichte vertreten", rief die Ministerin.

Es sei schade, wenn irgendwann nur noch Bayern die Anliegen der Heimatvertriebenen formuliere. "Ich sehe das als unsere Aufgabe an, das immer wieder auch zu einem nationalen Anliegen zu machen."

dapd