Bald startet das neue Ausbildungsjahr in den Handwerksberufen. Doch noch sind längst nicht alle freien Stellen besetzt. Wie läuft es bei den Betrieben? Die DHZ hat fünf Handwerksunternehmer gefragt.

Hans Auracher, Elektroinstallateurmeister aus München:
"Wir haben unsere Auszubildende für das neue Lehrjahr bereits gefunden. Sie hat zuvor ein Praktikum bei uns absolviert, so dass wir schon einen guten ersten Eindruck gewinnen konnten. Bei der Auswahl achten wir vor allem auf die Persönlichkeit der Bewerber. Die Vermittlung lief über ihren Bruder, der Kunde von uns ist."
Roland Weirich, Elektromeister aus Magstadt:
"Wir haben einen Auszubildenden. Mir ist wichtig, dass Lehrlinge vorher bei uns gearbeitet haben, um einen Eindruck vom Beruf und Betrieb zu bekommen. Die Zahl der Bewerber ist in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Deswegen setze ich darauf, dass sich unsere Ausbildungskompetenz herumspricht. Ganz wichtig: Der Chef muss Vorbild sein."
Peter Schillinger, Inhaber eines Metallbaubetriebes aus Regensburg:
"Unsere Mannschaft ist noch nicht vollständig. Bislang fangen zwei Jungs ihre Ausbildung im neuen Lehrjahr an. Zwei weitere Plätze haben wir noch zu vergeben. Allerdings ist es sehr schwer geworden, passende Lehrlinge zu finden, weil die schulischen Leistungen nicht stimmen und die Motivation nicht vorhanden ist."
Ludwig ZiereisLudwig Ziereis, Dipl.-Ingenieur aus Prien:
"Für das neue Ausbildungsjahr werden wir keine Auszubildenden einstellen. Wir haben derzeit einen Auszubildenden, den wir übernehmen wollen. Je nachdem, wie sich die Auftragslage entwickelt, werden wir im nächsten Jahr wieder nach einem Auszubildenden suchen. Es ist aber eher schwierig, im Bereich Solartechnik jemand Passendes zu finden."
Bernd Mächler, Elektromeister aus Jena:
Bernd Mächler"Unser Lehrling beginnt das zweite Lehrjahr, einen weiteren lässt unsere Betriebsgröße nicht zu. Aber es wird auch immer schwieriger, gute junge Leute zu finden. Der Markt ist wie leergefegt und Handwerk ist bei der Jugend nicht so gefragt. Bei unserem Berufsinfo-Markt zeigen viele Eltern Interesse, aber ihre Kinder stehen oft teilnahmslos dabei."




