Linke-Fraktionschef Gregor Gysi befürchtet in Zukunft verstärktes Lohndumping in Deutschland. Grund ist die ab 1. Mai geltende Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus osteuropäischen EU-Beitrittsstaaten. Gysi sagte am Sonntag im Deutschlandfunk: "Das Problem besteht darin, dass Deutschland als eines der wenigen Mitgliedsländer der EU keinen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn hat. "
Gysi befürchtet mehr Lohndumping nach Freizügigkeit
Berlin (dapd). Linke-Fraktionschef Gregor Gysi befürchtet in Zukunft verstärktes Lohndumping in Deutschland. Grund ist die ab 1. Mai geltende Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus osteuropäischen EU-Beitrittsstaaten. Gysi sagte am Sonntag im Deutschlandfunk: "Das Problem besteht darin, dass Deutschland als eines der wenigen Mitgliedsländer der EU keinen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn hat. "
100 Staaten in der Welt hätten einen solchen Lohn. "Nur unsere konservativ-liberale Regierung meint, sie ist schlauer als die ganze Welt", meinte Gysi.
Er sieht große Probleme auf die Politiker zukommen, wenn ein Unternehmer beispielsweise einen polnischen Beschäftigten einstellt, weil er billiger ist. Der deutsche Arbeitnehmer werde dann sagen: "Der klaut mir ja den Arbeitsplatz und ich kann zu diesem billigen Lohn gar nicht arbeiten, weil ich dann nicht mal mehr meine Miete bezahlen kann", erklärte Gysi. "Und dann ist Nutznießer dieser Entwicklung die NPD."
dapd
