SPD-Politiker Schulz will Europäischer Parlamentspräsident werden Gute Chancen

Der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament, Martin Schulz, will neuer Vorsitzender der Volksvertretung in Straßburg werden. Der Zeitung "Luxemburger Wort" sagte der SPD-Politiker: "Ich werde für das Amt des Präsidenten des Europäischen Parlaments kandidieren und im Falle meiner Wahl das Amt antreten."

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Gute Chancen

Luxemburg (dapd). Der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament, Martin Schulz, will neuer Vorsitzender der Volksvertretung in Straßburg werden. Der Zeitung "Luxemburger Wort" sagte der SPD-Politiker: "Ich werde für das Amt des Präsidenten des Europäischen Parlaments kandidieren und im Falle meiner Wahl das Amt antreten."

Die zweieinhalbjährige Amtsperiode des derzeitigen Parlamentsvorsitzenden, dem ehemaligen polnischen Ministerpräsidenten Jerzy Buzek, endet Anfang kommenden Jahres. Schulz wäre der sechste Deutsche in diesem Amt. Traditionell wechseln sich die beiden größten Gruppen im Parlament, die Konservativen und die Sozialdemokraten, innerhalb einer Legislaturperiode in der Amtsführung ab. Der Absprache folgend, müsste auf den konservativen Buzek also ein Sozialdemokrat folgen. Die Chancen von Schulz werden daher in Parlamentskreisen als sehr gut eingeschätzt.

Er ist seit 1994 Mitglied des Europäischen Parlaments. Von 2000 bis 2004 war Schulz Vorsitzender der SPD-Landesgruppe im Europaparlament und stellvertretender Fraktionschef der europäischen Sozialdemokraten. Seit 2004 steht er als Chef der Fraktion vor.

dapd