Steuertipp Grundsteuererklärung 2022: Typischen Fehler vermeiden

Die Grundsteuererklärung anlässlich der Grundsteuerreform muss bis zum 31. Januar 2023 beim Finanzamt eingehen. In der Praxis passieren beim Ausfüllen der Formulare verschiedenste Fehler, die zu einer höheren Grundsteuer führen. Der häufigste Fehler: Es werden zu hohe Wohnflächen angegeben.

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Wird die Grundsteuer in dem Bundesland, in dem sich die Immobilie befindet, nach dem Bundesmodell oder nach dem Flächenmodell ermittelt (alle Bundesländer außer Baden-Württemberg), gilt das Motto: Je höher die angegebene Fläche ist, desto höher fällt die Grundsteuer aus.

Welche Flächen müssen in der Grundsteuererklärung erfasst werden?

Zur Wohnfläche gehören grundsätzlich alle Räumlichkeiten, die zum Wohnen genutzt werden. Das bedeutet aber auch: Kellerräume und Abstellkammern müssen nicht erklärt werden. Bei Flächen unter Dachschrägen müssen in die Grundfläche Räume mit einer Deckenhöhe unter einem Meter nicht angegeben werden. Bei Dachschrägen mit einer Deckenhöhe von unter zwei Metern ist die Grundfläche nur zur Hälfte mitzuteilen.

Auch die Nutzfläche spielt bei Ermittlung der Grundsteuer eine Rolle. Dazu gehören Garagen und Gartenhäuser, die zur Immobilie gehören. Hier gelten in Bayern, Hamburg und Niedersachsen – bei denen ein Flächenmodell gilt – Ausnahmen. In Bayern beispielsweise sind 50 Quadratmeter Nutzfläche für die Garage frei.

Steuertipp: Die Grundsteuererklärung sollte also nicht vorschnell beim Finanzamt eingereicht werden. Nehmen Sie sich als Grundstückseigentümer die Zeit, sich intensiv mit der Ermittlung der Wohn- und Nutzflächen zu befassen. Dass kann bares Geld sparen, wenn die Grundsteuer dadurch sinkt. dhz